Hotel Messmer in Bregenz nach Gasaustritt evakuiert

VN / 02.10.2023 • 15:55 Uhr
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Die Gäste und Hotelangestellten wurden an einem Sammelplatz betreut. Vlach (3)

156 Personen mussten am Sonntagabend das Gebäude verlassen, es wurde niemand verletzt.


Bregenz Helle Aufregung herrschte auf dem Kornmarktplatz in Bregenz, nachdem am Sonntag gegen 20.45 Uhr ein CO-Warngerät im Keller eines Hotels in der Bregenzer Innenstadt einen alarmierend hohen Wert angezeigt hatte.

Die eingetroffene Feuerwehr konnte vorerst nicht eruieren, wo sich das Gasleck befand. Aufgrund der ungewissen Gefahrenlage wurde um 21 Uhr gemeinsam mit der Polizeistreife Höchst 1 begonnen, das gesamte Hotel mit 146 Gästen und 10 Angestellten zu evakuieren.

Die Einsatzkräfte konnten feststellen, dass es sich bei dem ausgetretenen Gas um CO₂ handelte.
Die Einsatzkräfte konnten feststellen, dass es sich bei dem ausgetretenen Gas um CO₂ handelte.

Sammelstelle eingerichtet

Die Hotelgäste wurden an einer eingerichteten Sammelstelle von der Rettung und des SEG Hard (Schnelle Einsatzgruppe der Rettung) betreut. Die Feuerwehr konnte anschließend feststellen, dass es sich bei dem ausgetretenen Gas um CO₂ (Kohlendioxid) handelte, das von einer Gasflasche austrat, die nicht korrekt an die Schankanlage angeschlossen war.

Nach einer neuerlichen Messung der Luftwerte konnte um 22 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, die Hotelgäste durften wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Es kam weder zu Personen- noch zu Sachschaden. Am Einsatz beteiligt waren drei Fahrzeuge der Feuerwehr Bregenz Stadt mit 20 Mann, ein Fahrzeug der Feuerwehr Dornbirn mit drei Mann, zwei Rettungsfahrzeuge mit fünf Personen, die SEG Hard mit 17 Personen und fünf Streifen mit neun Beamten der Bundespolizei sowie einer Streife der Stadtpolizei Bregenz mit zwei Beamten.

Im Einsatz waren Mitglieder der Feuerwehren Bregenz Stadt und Dornbirn.
Im Einsatz waren Mitglieder der Feuerwehren Bregenz Stadt und Dornbirn.

“CO2 ist nicht zu unterschätzen”

Laut Stefan Aul von der Firma Aul in Dornbirn, welche die betreffende Schankanlage ins Hotel geliefert hatte, hätte die Situation durchaus brenzlig werden können. „Wenn Kohlendioxid im Gegensatz zu Kohlenmonoxid für Menschen zwar nicht giftig ist, so darf man dieses Gas dennoch nicht unterschätzen. Denn es blockiert die Atmungsaufnahme. Bei einer hohen Konzentration droht der Erstickungstod“.