Bergemission der Säntis schreitet voran: Termin fixiert

Das Geld ist eingegangen, Verantwortliche haben nächste Schritte eingeleitet.
Darum geht’s:
- Das Geld für die Bergung des Dampfschiffs Säntis ist eingegangen.
- Der Schiffsbergeverein hat das benötigte Material bestellt.
- Der Termin für die Bergung steht fest.
Romanshorn Das Geld ist da. Jetzt kann die Bergung umgesetzt werden. Das Dampfschiff Säntis soll, wie berichtet, vom Grund des Bodensees an die Oberfläche geholt werden. Schritt für Schritt geht es nun weiter und auch ein Zeitrahmen für die Mission steht bereits fest.
“Nachdem die Raiffeisenbank die Spenden aus unserem Crowdfunding überwiesen hat, haben wir sofort damit begonnen, das benötigte Material zu bestellen”, berichtet Silvan Paganini. Er ist Präsident des eigens gegründeten Schiffsbergevereins.
Hebesäcke aus China
Zur Erinnerung: Im April hatten sich Enthusiasten zusammengeschlossen, um die 1933 absichtlich versenkte Säntis zu bergen. Sie liegt etwa fünf Kilometer vor dem Schweizer Ufer in über 200 Metern Tiefe auf dem Grund des Bodensees. Nach einer wahren Achterbahnfahrt um die Finanzierung des Projekts hatte es Ende August doch noch geklappt. Über 200.000 Schweizer Franken kamen bei einem Crowdfunding zusammen und die Mission konnte fortgesetzt werden.

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“Ein wesentlicher Bestandteil der Bergung sind die zwölf Hebesäcke”, erklärt Paganini. Die werden von einem sehr erfahrenen und weltweit renommierten Hersteller in der chinesischen Provinz Qingdao hergestellt. “Die Produktion dauert etwa einen Monat”, berichtet der Schweizer. “Danach werden die Hebesäcke in etwa 60 Tagen nach Hamburg verschifft und von dort aus nach Romanshorn transportiert.”
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Bergung im März
Die Zeit bis dahin bleibt in der Romanshorner Werft aber nicht ungenutzt. Parallel laufen die Konservierungsarbeiten am bereits geborgenen Kamin weiter. “Wir arbeiten auch an der Planung, Berechnung und Prüfung des Einhacksystems, des Bergepontoons, der Spülvorrichtung und des Stahlbaus”, verrät Paganini. “Unser Ziel ist es, die Bergung im März 2024 vorzunehmen, da die Werft in Romanshorn zu diesem Zeitpunkt für die Konservierungsarbeiten verfügbar sein wird.”
