Das Parkplatzproblem von Schruns

Noch immer ist nicht geklärt, wie die rund 60 wegfallenden Parkplätze durch den Neubau der Volksschule Schruns kompensiert werden sollen.
Schruns Noch immer sind nicht alle Details bezüglich neuer Volksschule in Schruns geklärt. Noch völlig offen ist die Parkplatzsituation. Wird es eine öffentliche oder private Tiefgarage geben, oder doch gar keine? Verzichtet man auf neue Parkplätze und schließt sich stattdessen der Silvretta Montafon (SiMo) an und nutzt die Parkplätze der Hochjochbahn mit? Diese Fragen werden in einer der nächsten Gemeindevertretungssitzungen diskutiert, denn zur Debatte stehen ein Parkleitsystem und ein Parkraumkonzept für ganz Schruns, die zusammen mit der SiMo und Besch+Partner ausgearbeitet werden sollen. Vor Baubeginn muss die Gemeindevertretung die Parkplatzsituation geklärt haben.

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Auch die Kosten könnten noch weiter steigen. „In den letzten drei Jahren gab es bei Bauprojekten eine Kostensteigerung von 30 Prozent. Hinzu kommt die Zinserhöhung“, sagt Bürgermeister Jürgen Kuster. Die Kosten für die Volksschule Schruns wurden vor drei Jahren ermittelt, das Budget – der mittelfristige Finanzplan – dahingehend aufgestellt. „Aber mit solchen Preissteigerungen habe ich nicht gerechnet“, sagt Jürgen Kuster. „Die Zinssteigerung haben wir nicht so hoch kalkuliert.“ Große Einsparpotenziale beim geplanten Neubau bleiben dem Bürgermeister aber nicht übrig – außer eben bei der geplanten Tiefgarage und ihrer Größe.


Eine öffentliche Tiefgarage sei laut Kuster mehr oder weniger vom Tisch. „Davon haben uns der Architekt Josef Fink und der Gestaltungsbeirat abgeraten“, erklärt Jürgen Kuster. Mit einer öffentlichen Tiefgarage habe man zu viel Verkehr an der Schule. Das Nadelöhr beim Gemeindeamt und Posthotel Taube, wo viele Schüler durchlaufen, mache es nicht besser. Baut man eine Schule neu, so soll diese möglichst autofrei werden. „Rein technischen gesehen, würden 50 Parkplätze unter der Schule hineinpassen.“ Doch lieber möchte Jürgen Kuster, dass man bestehende Parkflächen erweitert oder diese besser nutzt. So könnte die Gemeinde eben diese 50 Parkplätze auch auf dem Parkplatz der Hochjochbahn von der SiMo bekommen. Von dort sei es nicht viel weiter in die Innenstadt als vom Sternenparkplatz aus.

Thomas Jenny, 56 Jahre, Büro- und Schulbedarf Jenny
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Thema wird kontrovers diskutiert
Drei Workshops mit den Wirtschaftstreibenden sind geplant, um ein Parkraumkonzept für Schruns auszuarbeiten. Das Thema Parkplätze wird in Schruns kontrovers diskutiert. Jürgen Kuster ist durchaus bewusst, dass die Geschäftstreibenden auf dem Land um jeden Kunden kämpfen. „Auf dem Land will noch jeder mit dem Auto direkt vor dem Geschäft parken, doch das wird es nicht mehr geben“, sagt Kuster. Man müsse sich die Frage stellen, ob ein Parkplatz mitten im Dorf überhaupt Sinn mache. Für ihn ist klar, dass es keine Gratisparkplätze in Schruns mehr geben wird. Ein Parkleitsystem soll den Autofahrern dabei helfen, freie Parkplätze – vor allem in der Tiefgarage – zu finden. Jürgen Kuster hofft, dass die Gemeindevertretung „das Paket“ noch vor Weihnachten abgesegnet.

