Am Montag startet die Schule wieder: Das ist neu

Neben Erstklässlern und Junglehrenden gibt es auch Neuerungen im Lehrplan.
Schwarzach Die Sommerferien sind auf der Zielgeraden. Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Während bei manchen das Unbehagen wächst, steigt bei anderen schon die Vorfreude. So oder so warten auf Kinder, Jugendliche und Lehrende ein paar Neuerungen.
55.337 Kinder und Jugendliche gehen ab Montag insgesamt in Vorarlberg zur Schule. Das sind 556 mehr als im abgelaufenen Schuljahr. 38.865 besuchen eine Landesschule, 16.472 eine der Bundesschulen. In die erste Klasse Volksschule kommen 5481 Kinder. Das sind elf weniger als 2022. Dass die Gesamtzahl dennoch gestiegen ist, liegt laut Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink an der Zuwanderung und an geflüchteten Kindern aus der Ukraine.

357 neue Lehrkräfte
357 Lehrpersonen treten am Montag neu in den Dienst an einer Schule in Vorarlberg. Insgesamt unterrichten 6679 Menschen an den Schulen. Neu sind für alle die Lehrpläne samt Schulbüchern in der Volks- und Mittelschule sowie der AHS-Unterstufe. „Im Fokus steht ein zeitgemäßer und kompetenzorientierter Unterricht, der die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf das Leben in einer immer komplexer werdenden Welt vorbereitet”, sagt Bildungsdirektor Heiko Richter.
Das heißt zum Beispiel: Der Fokus liegt auf der Entwicklung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen. 13 übergreifende Themen wie Nachhaltigkeit, Medienbildung und Finanzbildung sind im Lehrplan verankert und sollen gestärkt werden. Zudem wird eine lebende Fremdsprache zum Pflichtgegenstand in der 3. und 4. Schulstufe. Gleiches gilt für die Digitale Grundbildung in der Sekundarstufe I. Pro Schulstufe steht dafür laut Bildungsdirektion mindestens eine Wochenstunde zur Verfügung.

Tablets und Notebooks für alle
Ohnehin spielt die Digitalisierung weiter eine entscheidende Rolle. 4281 Schülerinnen und Schüler der 5. Schulstufe in 255 Klassen an 84 Mittelschulen, AHS-Unterstufen und Sonderschulen bekommen kostengünstig ein Tablet oder Notebook. Damit sollten ab Herbst über 18.100 Geräte an den Vorarlberger Schulen verteilt worden sein.
Ausgebaut wird das Gütesiegel „Lesende Schule”. Zehn Schulen starten den Zertifizierungsprozess, um eine nachhaltige Grundlage für die Entwicklung der Sprach- und Lesekompetenz zu bilden.