27. Bludenzer Klostermarkt bei Sonne, Brot und Wein eröffnet

VN / 08.09.2023 • 17:20 Uhr
Bei der Eröffnung hielt unter anderem auch Bürgermeister Simon Tschann eine Rede. <span class="copyright">SCO</span>
Bei der Eröffnung hielt unter anderem auch Bürgermeister Simon Tschann eine Rede. SCO

Viele Politiker folgten der Einladung zur Eröffnung des 27. Bludenzer Klostermarkts. 22 Klöster verkaufen noch bis zum morgigen Samstag, 9. September, um 16 Uhr ihre handgemachten Produkte.

Bludenz Wie immer war traumhaftes Wetter beim 27. Bludenzer Klostermarkt, der am Freitagvormittag offiziell eröffnet wurde. Das stellte Bürgermeister Simon Tschann in seiner Begrüßungsansprache fest, denn seitdem er in seinem Amt als Bürgermeister die Stadt vertritt, scheint bei der Eröffnung des Klostermarkts immer die Sonne.

Oblatin Schwester Maria Antonia Simon (r.) und Roswitha Walz (Abtei Maria Frieden Kirchschletten). <span class="copyright">SCO</span>
Oblatin Schwester Maria Antonia Simon (r.) und Roswitha Walz (Abtei Maria Frieden Kirchschletten). SCO
Peter Bilgeri (l.) und Adi Burtscher (Marktstand des Franziskanerklosters und der Kolpingfamilie Bludenz). <span class="copyright">SCO</span>
Peter Bilgeri (l.) und Adi Burtscher (Marktstand des Franziskanerklosters und der Kolpingfamilie Bludenz). SCO

Stadtmarketingleiterin Natascha Arzberger wollte in ihrer Ansprache nicht wie gewohnt die anwesenden Gäste aus Politik und Kirche getrennt nach ihrer Funktion begrüßen, sondern orientierte sich an den Geburtsjahren 1960 (Bischof Benno Elbs), 1970 (Pater Guido Kobiec), 1980 (Landesrat Christian Gantner) und 1992 (Bürgermeister Simon Tschann), wobei Simon Tschann mit seiner Jahreszahl etwas aus der Reihe falle, wie Natascha Arzberger lächelnd anmerkte.

Großer Andrang in den Bludenzer Altstadtlauben. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Großer Andrang in den Bludenzer Altstadtlauben. VN/JUN
Auch Küchenutensilien aus Olivenholz wurden angeboten.<span class="copyright">VN/JUN</span>
Auch Küchenutensilien aus Olivenholz wurden angeboten.VN/JUN
Rosi Rützler, Altachs Bgm. a. D. Gottfried Brändle, Elfriede Plangg und Bischof Benno Elbs.
Rosi Rützler, Altachs Bgm. a. D. Gottfried Brändle, Elfriede Plangg und Bischof Benno Elbs.

Landesrat Christian Gantner war als Vertretung des Landeshauptmanns Markus Wallner da: „Es ist mir eine Freude, hier in der Bezirkshauptstadt dabei zu sein.“ Bludenz sei mit seinen Festen und Märkten wie dem Stegafest am vergangenen Donnerstag und dem Erntedankmarkt nächstes Wochenende eine lebendige und lebenswerte Stadt. Der Klostermarkt sei einer der größten Klostermärkte in Westösterreich, was jedoch nicht daran liege, dass der Bludenzer Bürgermeister so fromm wäre, sondern die Bludenzer Bevölkerung, so Christian Gantner humorvoll. Ein Dank galt auch Inge Neier, die den Klostermarkt in gewohnter Manier zusammen mit ihrem Team organisiert hat.

Die SPÖ auf einem Fleck (v. l.): Stadträte Andreas Fritz-Wachter, Bernhard Corn, Catherine Muther, Stadtparteiobmann Antiono Della Rossa und Reinhold Einwallner, SPÖ-Abgeordneter im Nationalrat. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Die SPÖ auf einem Fleck (v. l.): Stadträte Andreas Fritz-Wachter, Bernhard Corn, Catherine Muther, Stadtparteiobmann Antiono Della Rossa und Reinhold Einwallner, SPÖ-Abgeordneter im Nationalrat. VN/JUN
Schwester Arlena und Schwester Maria vom St.-Josefs-Kloster verkauften unter anderem selbstgemachte Marmelade. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Schwester Arlena und Schwester Maria vom St.-Josefs-Kloster verkauften unter anderem selbstgemachte Marmelade. VN/JUN
Christof Bitschi, Christian Bolter und Joachim Weixlbaumer. <span class="copyright">SCO</span>
Christof Bitschi, Christian Bolter und Joachim Weixlbaumer. SCO

Das traditionelle Brotbrechen sei eine besondere Symbolik, sagte Christian Gantner. Das Brot brauche eine produzierende Landwirtschaft und auch das nötige Handwerk, wie jenes von Bäckermeister Hanno Fuchs, der das Brot gebacken hat. Das Brotbrechen zeige auch, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht. Deshalb sei das Teilen so wichtig, gerade in Zeiten von Krisen. „Die Vertrauenskrise bereitet mir am meisten Kopfzerbrechen“, so Gantner, gerade das fehlende Vertrauen innerhalb der Gesellschaft. Daher stehe beim Brotbrechen das Miteinander im Fokus.

Prior Heinrich vom Kloster Mehrerau und Norbert Sieber vom Biohof Sieber. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Prior Heinrich vom Kloster Mehrerau und Norbert Sieber vom Biohof Sieber. VN/JUN
Auch Biere konnte man kaufen.<span class="copyright">VN/JUN</span>
Auch Biere konnte man kaufen.VN/JUN

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Pater Guido Kobiec verkündete gleich zwei Neuigkeiten, nämlich die „Anwesenheit zweier Klöster, die etwas ganz Besonderes sind“. Zum einen sind heuer die Schwestern der Heiligen Klara des Klosters Gauenstein anwesend. Sie feiern dieses Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Zum anderen ist dieses Mal auch das Kloster Mehrerau vertreten. Insgesamt präsentieren sich auf dem Markt 22 Klöster. „Dieses Wochenende ist die Stadt in geistlicher Hand“, sagte Simon Tschann.

Dichtes Gedränge beim Stand des Koptisch-Orthodoxen Klosters. <span class="copyright">SCO</span>
Dichtes Gedränge beim Stand des Koptisch-Orthodoxen Klosters. SCO
 Lothar Ladner (Bgm. a. D., Lorüns) mit Gattin Doris und Arno Sprenger (Sparkasse). <span class="copyright">SCO</span>
 Lothar Ladner (Bgm. a. D., Lorüns) mit Gattin Doris und Arno Sprenger (Sparkasse). SCO

Bischof Benno Elbs brauchte am Ende gar nicht mehr so viele Worte, da Christian Gantner ihm die Predigt schon vorweggenommen hatte. Stattdessen könne er ja über die Abschussdebatte von Wölfen reden, meinte Bischof Benno Elbs scherzhaft. Es gebe viele Themen, die die Gemüter erhitzen. Umso wertvoller sei so ein Klostermarkt, auf dem man sich einfach mal zurücklehnen und entspannen könne.

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Benno Elbs richtete auch noch ein paar Grußworte aus. <span class="copyright">SCO</span>
Benno Elbs richtete auch noch ein paar Grußworte aus. SCO

Dem Ruf der Klöster zum 27. Klostermarkt in der Bludenzer Altstadt folgten Persönlichkeiten wie die Nationalratsabgeordneten Norbert Sieber und Reinhold Einwallner mit Bettina Wechselberger (Direktorin der Musikschule Bregenz), die Landtagsabgeordneten Harald Witwer, Christoph Thoma und Nadine Kasper, weiters Joachim Weixlbaumer, Arno Sprenger (Sparkasse), FPÖ-Vorarlberg-Chef Christof Bitschi, SPÖ-Vorarlberg-Chef Mario Leiter, Stadtrat Andreas Fritz Wachter, Kaplan Jakob Geier, Klostervater Bertram Bolter mit Gattin Vroni, Altachs Bgm. a. D. Gottfried Brändle und der Lorünser Bgm. a. D. Lothar Ladner mit Gattin Doris.

Christian Gantner vertrat Landeshauptmann Markus Wallner. <span class="copyright">SCO</span>
Christian Gantner vertrat Landeshauptmann Markus Wallner. SCO
Die singenden Patres.
Die singenden Patres.