Traum und Hoffnung

Toni Innauer zeigt auf, wie Rückschläge zu Chancen werden können.
von Melanie Fetz und Petra Milosavljevic
Bregenz Einen Schicksalsschlag bewältigen und anderen Hoffnung spenden, in Bescheidenheit seine Träume leben und andere glücklich machen: Olympiasieger Toni Innauer und Finanzminister Magnus Brunner zeichneten in ihren Festreden den Weg Anton Kuttners von dessen eigener Leidensgeschichte bis hin zur Verwirklichung dem Herzensanliegen rund um die Initiative „Husky Toni´s Kindertraum“ nach. Die beiden würdigten das Engagement des Russ-Preisträgers und hoben die Bedeutung des Ehrenamts und des Zusammenhalts hervor. Aber Innauer äußerte sich auch kritisch zur Situation von Eltern und bemängelte dabei finanzielle Unterstützungsleistungen und Pensionsanrechnungszeiten.

Einfühlungsvermögen
„Gewählt wurde ein Mann, der allein durch die Überwindung seines Schicksals und sein Vorbild sehr vielen Menschen Hoffnung spendet und schon geschenkt hat“, sagte Innauer im Hinblick auf Kuttners Einsatz für schwerkranke Kinder. Der Festredner zeigte auf, wie Schicksalsschläge, Niederlagen oder Verletzungen nach der Bewältigung dieser in Form von Einfühlungsvermögen und Empathie zu Chancen werden können. Nämlich, indem wichtige Erfahrungen an andere weitergegeben würden. „Er lebt nicht nur weiter, sondern verwirklicht seine Träume“, führte der ehemalige Skispringer, Trainer und Funktionär weiter aus und zeigte in humorvoller Art auch Ähnlichkeiten und Parallelen zum Sport und zum eigenen Leben auf.

Auch die Lebensweise Kuttners strich Innauer hervor: „Er lebt in aller Bescheidenheit und Schlichtheit mitten in der Natur.” Seine Erlebnisse teile er mit anderen Menschen.” Dabei komme auch die Fürsorge für die Huskys nicht zu kurz, die er als seine „Mitarbeiter“ bezeichnet, sie fordert und auch in Schutz nimmt. „Schlittenhunderennen oder Wettbewerbe haben den Toni nie interessiert. Der Sieg liegt für ihn darin, noch möglichst viele Fahrten mit seinen Kids zu arrangieren, finanzieren und durchzuführen zu können.“
Engagement und Zusammenhalt
Das Engagement Kuttners, der Kindern mit seinen Hunden eine kostenlose Auszeit vom Krankheitsalltags ermöglicht, würdigte ebenso Finanzminister Brunner in seiner Ansprache. Dies stärke nicht nur die körperliche Verfassung der Kinder, sondern auch – und dies sei genauso wichtig – die mentale. Der Preisträger habe seine Krankheit besiegt “und aus einem Traum wurde eine Lebensaufgabe”.
Brunner betonte auch grundsätzlich das Engagement und den Zusammenhalt, der hierzulande gelebt werde. “Dahinter steckt eine tief menschliche Grundhaltung, die unsere Gesellschaft auch nötig braucht.”