Sicherheitslandesrat Gantner zieht ein erstes Hochwasser-Fazit

Er ist froh, dass das Ereignis in den überwiegenden Fällen glimpflich verlaufen ist.
Bregenz Die Feuerwehren sind am Dienstagvormittag im Dauereinsatz. Zahlreiche Keller laufen in ganz Vorarlberg mit Wasser voll. Doch zumindest die Hochwasser-Gefahr, die vom Rhein und anderen Flüssen ausgegangen war, scheint fürs Erste gebannt. Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) zieht ein erstes Fazit.
“Trotz der teilweise sehr intensiven Regenfälle haben sich die Schadereignisse in Grenzen gehalten. Beim größten Teil der Fließgewässer in Vorarlberg hatten wir es mit einem einjährig beziehungsweise fünfjährig wiederkehrenden Hochwasser zu tun”, sagt Gantner. In der Nacht auf Dienstag sei es zu lokalen Verklausungen und geringfügigen Überflutungen gekommen. Diese konnten von den lokalen Einsatzkräften bewältigt werden.


“Gerade bei flächigen Ereignissen bewähren sich unsere regionalen Sicherheitsstrukturen. Für uns ist seit jeher Sicherheit kein Privileg der Ballungszentren, sondern eine Selbstverständlichkeit im ganzen Land. Deshalb weiterhin ein klares Bekenntnis zu unseren regionalen Sicherheitsstrukturen in den Gemeinden und Regionen”.
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Hochwasserschutz weiter vorantreiben
Klar ist für den Landesrat: Solche Starkniederschläge wie aktuell werden sowohl in ihrer Häufigkeit, als auch in ihrer Intensität zunehmen. “Deshalb ist es uns bereits seit Jahren sehr wichtig, in den vorbeugenden Hochwasserschutz zu investieren.” Dazu gehören Objektschutzmaßnahmen durch jeden Einzelnen, aber auch Retentions- und Renaturierungsmaßnahmen. “Die Tatsache, dass es aktuell zu keinen größeren Schäden gekommen ist, ist genau auf diese Investitionen zurückzuführen”, sagt Gantner. “Gerade im Sicherheitsbereich ist es wichtig, dass man rechtzeitig in die Sicherheit investiert. Rechtzeitig ist nicht irgendwann, sondern vorher!”

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Die vergangenen Tage hätten erneut gezeigt, dass der Rhein zurecht “der größte Wildbach der Alpen” genannt werde. “Wir haben einmal mehr gesehen, wie schnell dieser Fluss anschwellen kann. Die intensiven Vorbereitungen und die professionelle Arbeit der einzelnen Stäbe in diesem Bereich haben sich einmal mehr bewährt”, fasst der Landesrat zusammen. Gerade für den Bereich Lustenau und Hard sei es jedoch äußerst wichtig, das Projekt RHESI möglichst rasch voranzutreiben. “Wir hatten dieses Mal im Bereich Lustenau und Hard noch genügend Spielraum. Ein Schadereignis in diesem Bereich wäre jedoch für Vorarlberg ein wirtschaftspolitischer und volkswirtschaftlicher Genickbruch. Das gilt es mit allen Anstrengungen zu verhindern!”