Finanzierung steht: Dampfschiff soll 2024 geborgen werden

Crowdfunding am letzten Tag noch erfolgreich abgeschlossen.
Romanshorn Es ist tatsächlich geschafft: Die Finanzierung steht. Am letzten Tag des Crowdfundings haben die Spenden die Finanzierungsschwelle von 196.000 Schweizer Franken dann doch noch überwunden. Der Bergung des Dampfschiffs Säntis steht nun nichts mehr im Weg. Dementsprechend groß ist die Freude bei den Verantwortlichen.
„Wir haben in den vergangenen vier Monaten ein Wechselbad der Gefühle erlebt, sind aber stets optimistisch geblieben“, sagt Silvan Paganini. Er ist Präsident des eigens gegründeten Schiffsbergevereins. Im April hatten die Enthusiasten ihre einzigartige Mission publik gemacht. Sie wollen das 1933 etwa fünf Kilometer vor dem Schweizer Bodenseeufer versenkte Dampfschiff an die Oberfläche zurückholen.

Nächste Schritte eingeleitet
Doch das Projekt hat einige Schwierigkeiten, immerhin liegt das Schiff in über 200 Metern Tiefe. Mit dem nötigen Geld (insgesamt stehen nun sogar weit über 200.000 Schweizer Franken zur Verfügung) können nun aber die nächsten Schritte eingeleitet werden: Das Material muss besorgt, weitere Tests vorgenommen und die letzten Vorbereitungen getroffen werden.
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„Die Bergung selbst wird sorgfältig mit der Verfügbarkeit der Werft in Romanshorn koordiniert, um das Wrack nach der Bergung nicht zu lange der Luft auszusetzen“, erklärt Paganini. Der erste Bergungsversuch ist für den Beginn des kommenden Jahres geplant, gefolgt von einer 14-wöchigen Konservierungsphase in der Werft.


„Die Bergung des Dampfschiffs Säntis ist für alle Beteiligten eine Reise ins Ungewisse“, sagt der Vereinspräsident. Nie zuvor in der Geschichte des Bodensees sei eine solche Bergungsmission vorgenommen worden. Und vielleicht birgt die Säntis in ihrem Dornröschenschlaf ja noch das ein oder andere Geheimnis.