Jetzt meldet sich die Schwester des vermissten Paddlers

VN / 21.08.2023 • 13:59 Uhr
Jetzt meldet sich die Schwester des vermissten Paddlers

Auch wenn die Suche nach ihrem Bruder Mamoun (24) eingestellt wurde, für Shahd Jalanbou (21) stirbt die Hoffnung zuletzt.

Bregenz Bei dem 24-jährigen Stand-Up-Paddler, der seit dem vergangenen Donnerstagabend auf dem Bodensee vermisst wird, handelt es sich um den 24-jährigen Syrer Mamoun Jalanbou.

Wie berichtet, hatten sich der junge Mann und sein Freund bei stürmischem Wind mit Stand-Up-Paddles (SUP) vom Lochauer Kaiserstrand aus auf den Bodensee gewagt. Die Paddler stürzten in die Wogen. Während einer von ihnen von den Einsatzkräften aus dem Wasser gerettet werden konnte, bleibt Mamoun Jalanbou vermisst.

Gibt die Hoffnung nicht auf, ihren Bruder wiederzusehen: Shahd Jalanbou. <span class="copyright">Jalanbou</span>
Gibt die Hoffnung nicht auf, ihren Bruder wiederzusehen: Shahd Jalanbou. Jalanbou

Sein Handy (der Abgängige hatte einen Notruf abgesetzt) konnte geortet und sichergestellt werden. Vom 24-Jährigen selbst fand sich bislang jedoch keine Spur. Auch die Sonarsuche mithilfe eines Tauchroboters blieb erfolglos. Am Sonntag verkündete die Polizei schließlich die Einstellung der Suche.

Seit dem vergangenen Donnerstag auf dem Bodensee vermisst: Mamoun Jalanbou (24). <span class="copyright">Jalanbou</span>
Seit dem vergangenen Donnerstag auf dem Bodensee vermisst: Mamoun Jalanbou (24). Jalanbou

„Mama und ich sind uns sicher“

Zu früh für Shahd Jalanbou, die Schwester des Vermissten. Die 21-Jährige studiert in Innsbruck. Derzeit ist sie auf Urlaub im Libanon und bangt um ihren Bruder. Ohne jedoch die Hoffnung aufzugeben. Nein, sie ist vielmehr davon überzeugt, dass Mamoun noch lebt.

„Unsere Mama und ich sind uns sicher“, sagt die 21-Jährige im Gespräch mit den VN. „Mamoun lebt seit sieben Jahren in Lochau. Er hat sich alles allein und selbst erarbeitet, ist dort als Fitnesstrainer tätig und absolviert eine Lehre in Physiotherapie. Er ist sehr kräftig. Deshalb halte ich es für unwahrscheinlich, dass er ertrunken ist“, klammert sich Shahd an ihre Überzeugung.  

Unterstützung durch Bekannte

Die Hoffnung erweckt in der syrischen Studentin mögliche Überlebensszenarien wie: „Man hat das Handy von Mamoun gefunden, ihn jedoch selbst nicht. Was, wenn er irgendwo gestrandet ist und sich nicht zu helfen weiß?“

Die Familie des 24-jährigen Syrers handelt inzwischen auf eigene Faust. „Wir haben Bekannte in der Schweiz, die derzeit mit einem Boot den Bodensee bis nach Deutschland absuchen“, so die Schwester des Abgängigen.

Mit der Veröffentlichung eines Fotos von Mamoun bittet die Familie Jalanbou um Hilfe aus der Bevölkerung.

Die Wasserrettung lief am frühen Donnerstagabend zum Sucheinsatz aus. <span class="copyright">Vlach</span>
Die Wasserrettung lief am frühen Donnerstagabend zum Sucheinsatz aus. Vlach

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