Update: Wieder freie Fahrt nach acht Stunden Stau und Verkehrschaos

Verunfallter Lkw auf Rheintalautobahn setzte am Mittwoch bis 14 Uhr den Verkehr im Unterland lahm.
Dornbirn Das Chaos begann 6.10 Uhr, als ein 35-jähriger Lkw-Lenker, unterwegs in Fahrtrichtung Tirol, mit seinem Sattelschlepper plötzlich und aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn der A 14 abkam. Das Schwerfahrzeug touchierte die Säule eines Überkopfwegweisers, der daraufhin auf die Rheintalautobahn stürzte und dadurch beide Fahrtrichtungen blockierte.
Tank beschädigt
Zu allem Überfluss wurde durch den Aufprall auch noch der Tank des Lkw beschädigt, worauf eine erhebliche Menge Diesel austrat. Die Flüssigkeit wurde von der Feuerwehr Dornbirn mittels Bindemittel gebunden. Der Überkopfwegweiser ist von einer Firma mit einem Mobilkran angehoben und auf einer Grünfläche neben der Autobahn abgelegt worden.
Der Lkw-Fahrer hatte leichte Verletzungen erlitten und wurde ins Krankenhaus Dornbirn eingeliefert. Was die Ursache für seinen Fahrfehler war, konnte laut Anfrage der VN bei der Autobahnpolizeiinspektion Dornbirn am Mittwochnachmittag noch nicht erhoben werden. Die Rheintalautobahn musste ab 6.10 Uhr in beide Fahrtrichtungen für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die beiden Fahrspuren in Richtung Deutschland wurden ab 8.30 Uhr wieder freigegeben. Die Fahrspuren in Richtung Tirol hingegen mussten wegen der Bergung des Sattelzugs noch weitere Stunden für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Erst gegen 14 Uhr war die Unfallstelle komplett geräumt und die Fahrt konnte wieder ungehindert fortgesetzt werden. Vorher aber musste der Verkehr ab der Abfahrt Dornbirn Nord von der Autobahn abgeleitet werden. Durch die teilweise durchgeführte Totalsperre der Rheintalautobahn kam es zu erheblichen Rückstaus in beide Fahrtrichtungen auf der A 14 sowie dem gesamten Rheintal.

Blockabfertigung
Der Pfändertunnel, Fahrtrichtung Tirol, wurde ab 7.20 Uhr von der Asfinag auf Blockabfertigung gestellt. Im Einsatz waren die Bundespolizei mit sechs 6 Fahrzeugen, zwölf Einsatzkräfte der Rettung Dornbirn, drei Einsatzkräfte der Feuerwehr Dornbirn mit zwei Fahrzeugen, 15 Einsatzkräfte des Abschleppdienstes mit zwei Fahrzeugen, drei Einsatzkräfte der Asfinag mit drei Fahrzeugen sowie vier Personen, die mit einem Mobilkran anrückten und ein Beamter der Autobahnpolizeiinspektion Dornbirn.

“Hoffe, dass das Wasser ausreicht”
Eine kilometerlange Schlange von Lkws, daneben standen die Autofahrer. Nichts bewegte sich. Auch im deutschen Eck, auf der Autobahnauffahrt in Lindau Richtung Vorarlberg, haben Pendler und Urlauber den stockenden Verkehr zum Spüren bekommen. Darunter auch die Tiroler Florentine Simpfendörfer und Daniel Kurz. „Wir waren in Überlingen und fahren jetzt zurück nach Tirol über die Silvretta-Hochalpenstraße. Hier geht gar nichts weiter, wir glauben, dass wir eine Zeit lang hier sitzen werden“, sagte Kurz, der Fahrer. Auch seine Freundin hat Bedanken diesbezüglich: „Ich habe gerade geschaut, wie viel Wasser ich habe. Relativ wenig, ich hoffe, dass es ausreicht.“