Mehrere Kinder krank – Rettungseinsatz im Ferienlager

Auf der Gulmalpe in Satteins wurden vier Kinder plötzlich von Übelkeit und Schüttelfrost erfasst.
Satteins Mittwochnacht um 22.12 Uhr vermeldete die Rettungsfeuerwehrleitstelle (RFL) Feldkirch, dass es auf der Gulmalpe in Satteins zu Vorfällen mit Schüttelfrost und Übelkeit gekommen war. Betroffen waren demnach vier Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren, die an einem Ferienlager teilnahmen.
Rettungseinsatz bestätigt
Die Polizei war auf Anfrage der VN nicht in den Vorfall involviert und konnte keine Angaben zu dem Fall machen. Auch Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher wurde auf offiziellem Wege zunächst nicht vom Roten Kreuz informiert. Allerdings forderte er von der zuständigen Stelle ein Protokoll an. „Ich kann bestätigen, dass es Mittwochnacht in einem Ferienlager in Sattteins zu einem Rettungseinsatz kam.“

Kinder ins Spital eingeliefert
Dem Vernehmen sind mehrere Kinder in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Aufgrund von Erschöpfungszuständen, hieß es in einer ersten Information. „Es scheint zunächst jedenfalls kein Verdacht auf Lebensmittelvergiftung oder eine Infektion mit Rotaviren bestanden zu haben, denn in diesem Fall hätte aufgrund des epidemiologischen Meldegesetzes eine offizielle Meldepflicht bestanden“, so Grabher weiter. Er werde jedenfalls noch weitere Erkundigungen einholen, um die konkrete Ursache endgültig zu klären, kündigte der Landessantitätsdirektor gegenüber den VN an.
Ein Pfadfinderlager?
Doch um welches Ferienlager handelt es sich? Nun gibt es noch eine zweite Gulmalpe in der Nähe jener von Satteins, und zwar in Übersaxen. Dessen Bürgermeister Manfred Vogt erkundigte sich beim Pächter und brachte in Erfahrung: „Dem Pächter fielen im Gebiet zwischen den beiden Alpen Stationen auf, die seiner Meinung nach im Rahmen eines Pfadfinderlagers aufgebaut wurden, er sah auch Kindergruppen.“
An eine Lebensmittelvergiftung oder Ähnliches glaubt auch Vogt nicht, zumindest nicht hinsichtlich der Gulmalpe in Übersaxen. „Am Wasser der Gulmalpe konnte es jedenfalls nicht gelegen sein, denn das ließen wir erst am 6. Juli überprüfen. Anders könnte es sich jedoch mit dem umliegenden Quellwasser verhalten, das wir nicht untersucht haben“, sagte der Bürgermeister gegenüber den VN.
Fall in Oberbildstein
Brech-Durchfall ist bei Kindern speziell im Sommer keine Seltenheit. So kam es im August des Vorjahres im Ferienheim Oberbildstein zur Erkrankung von 30 Kindern, vermutlich durch eine Infektion mit Rotaviren (die VN berichteten). 18 der betroffenen Kinder mussten damals kurzzeitig in den Krankenhäusern Feldkirch, Dornbirn und Bregenz behandelt werden.