Nächstes Kapitel einer Erfolgsgeschichte

VN / 31.07.2023 • 11:15 Uhr
Auf dem Haupthaus des aus drei Objekten bestehenden „Passivhausparks In der Mellen“ wurde der Firstbaum gesetzt. <span class="copyright">STP(10)</span>
Auf dem Haupthaus des aus drei Objekten bestehenden „Passivhausparks In der Mellen“ wurde der Firstbaum gesetzt. STP(10)

Morscher-Bau und Wohnbauselbsthilfe (WSH) feierten „In der Mellen“ Dachgleiche.

Mellau Dramatische Einbrüche beim Wohnbau beherrschen seit Monaten die Schlagzeilen – eine langjährige Partnerschaft zwischen Morscher Bauprojekte GmbH und der Wohnbauselbsthilfe schwimmt diesbezüglich gegen den Trend und errichtet derzeit in Mellau das Projekt „In der Mellen“ mit 23 Wohnungen, dem größten Bregenzerwälder Bike-Shop von Andreas Broger und Büroräumlichkeiten „in eigener Sache“, denn Bauherr Günter Morscher zieht mit den Büros seines Unternehmens in das eigene Projekt, das aus drei Häusern besteht, ein.

Baustellenexkursion – Schöpf, Kaufmann und Morscher (v. l.) sind mit dem Baufortschritt zufrieden, vor allem deshalb, weil nach 48 Wochen (!) Abpumpen von Grundwasser diese Maßnahme beendet werden konnte.
Baustellenexkursion – Schöpf, Kaufmann und Morscher (v. l.) sind mit dem Baufortschritt zufrieden, vor allem deshalb, weil nach 48 Wochen (!) Abpumpen von Grundwasser diese Maßnahme beendet werden konnte.

Gemeinsam 153 Wohnungen

Wenn im kommenden Jahr diese drei Objekte bezogen werden, haben Morscher und die Wohnbauselbsthilfe in einem Zeitraum von rund 15 Jahren gemeinsam in fünf Gemeinden (Krumbach, Doren, Schnepfau, Sulzberg und Mellau) 153 Wohnungen in 16 Objekten errichtet. „Gefunden“ haben sich die beiden Partner, weil sie früh erkannt haben, dass auch in der ländlichen Region gemeinnütziger Wohnbau nachgefragt wird. Also wurde dieser Nachfrage mit einem Mix an Eigentums-, Mietkauf- und Mietwohnungen Rechnung getragen.

Zimmermann Reinhard Rüf macht den bunt geschmückten Firstbaum klar zum Aufziehen.
Zimmermann Reinhard Rüf macht den bunt geschmückten Firstbaum klar zum Aufziehen.

In gleicher Qualität

Günter Morscher und WSH-Geschäftsführer Thomas Schöpf legen großen Wert darauf, dass „es bei den drei Modellen keine Unterschiede gibt und sowohl Eigentums- als auch Mietkauf- und Mietwohnungen in gleicher Qualität ausgeführt sind.“ Bei der Planung wird auf absolute Topqualität geachtet und Spitzenarchitekten mit diesen Arbeiten betraut. „Jeweils vier Häuser wurden von Bernardo Bader und Rene Bechter geplant, die restlichen acht – auch jene jetzt in Mellau – von Hermann Kaufmann entworfen“, so Günter Morscher.

Architekt Hermann Kaufmann: „Durch Einsatz von Holz als Baumaterial leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“
Architekt Hermann Kaufmann: „Durch Einsatz von Holz als Baumaterial leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Holzbau ist Klimaschutz

Hermann Kaufmann nutzte die Firstfeier einmal mehr für ein leidenschaftliches Plädoyer für den Holzbau. „Wir haben im Land genügend Ressourcen, beim Bau noch stärker auf Holz zu setzen.“ Die Vorteile dieses Baustoffs seien vielfältig – Wertschöpfung in der Region, kurze Transportwege oder der ganz wichtige Beitrag zum Klimaschutz sind einige Beispiele dafür.

Toni Steiner und sein Team vom brasiliangrill machten die Firstfeier für die Handwerker auch zu einem kulinarischen Erlebnis.
Toni Steiner und sein Team vom brasiliangrill machten die Firstfeier für die Handwerker auch zu einem kulinarischen Erlebnis.

Fokus liegt auf dem Haupthaus

Der „Passivhauspark In der Mellen“ besteht aus drei Objekten, wobei der Fokus auf dem Haupthaus liegt. „Hier streben wir eine Fertigstellung bis im Spätwinter 2024 an, damit der Bike-Shop rechtzeitig zum Start der Radsaison im Frühjahr eröffnen kann“, so Günter Morscher, der ergänzt, dass „die beiden anderen Häuser werden im Sommer/Herbst 2024 bezugsfertig.“ STP

Für Renato Huber ist das Projekt „die angenehmste Baustelle, auf der wir jemals gearbeitet haben, denn unsere beiden Grundstücke grenzen direkt aneinander, so dass der Kran die vorgefertigten Elemente vor unserem Hallentor abholen und direkt auf die Baustelle hieven konnte. Insgesamt werden wir für Dachstühle und Fassaden rund 300 Kubikmeter Holz verarbeiten.“
Für Renato Huber ist das Projekt „die angenehmste Baustelle, auf der wir jemals gearbeitet haben, denn unsere beiden Grundstücke grenzen direkt aneinander, so dass der Kran die vorgefertigten Elemente vor unserem Hallentor abholen und direkt auf die Baustelle hieven konnte. Insgesamt werden wir für Dachstühle und Fassaden rund 300 Kubikmeter Holz verarbeiten.“
Für Daniela und Andreas Broger ist der Bau dieses Projekts ein Meilenstein der Firmengeschichte, denn hier werden ab Frühjahr 2024 rund 600 Quadratmeter für das größte Bike-Fachgeschäft im Bregenzerwald zur Verfügung stehen. „Höchste Zeit, denn unser Fachgeschäft platzt längst aus allen Nähten und wir müssen seit Jahren mit Außenlagern arbeiten.“
Für Daniela und Andreas Broger ist der Bau dieses Projekts ein Meilenstein der Firmengeschichte, denn hier werden ab Frühjahr 2024 rund 600 Quadratmeter für das größte Bike-Fachgeschäft im Bregenzerwald zur Verfügung stehen. „Höchste Zeit, denn unser Fachgeschäft platzt längst aus allen Nähten und wir müssen seit Jahren mit Außenlagern arbeiten.“
Mellaus Bürgermeister Tobias Bischofberger sieht in dem Wohnbauvorhaben auch einen wichtigen Impuls für den Tourismus, denn „für die Suche nach dringend benötigtem Personal ist es unerlässlich, dass die Betriebe auch Firmenwohnungen anbieten können. Hier im Passivhauspark In der Mellen haben sich Tourismusunternehmen deshalb sechs Wohnungen gesichert.“
Mellaus Bürgermeister Tobias Bischofberger sieht in dem Wohnbauvorhaben auch einen wichtigen Impuls für den Tourismus, denn „für die Suche nach dringend benötigtem Personal ist es unerlässlich, dass die Betriebe auch Firmenwohnungen anbieten können. Hier im Passivhauspark In der Mellen haben sich Tourismusunternehmen deshalb sechs Wohnungen gesichert.“
Wohnbauselbsthilfe-Geschäftsführer Thomas Schöpf sieht sich im Bemühen um gemeinnützigen Wohnbau im ländlichen Raum bestätigt. „Unser Konzept, mit Partnern einen Mix von Eigentums- sowie Mietwohnungen anzubieten, hat sich hervorragend entwickelt, allein mit Morscher-Bau konnten in den vergangenen 15 Jahren im Bregenzerwald insgesamt mehr als 150 Wohnungen errichtet werden.“
Wohnbauselbsthilfe-Geschäftsführer Thomas Schöpf sieht sich im Bemühen um gemeinnützigen Wohnbau im ländlichen Raum bestätigt. „Unser Konzept, mit Partnern einen Mix von Eigentums- sowie Mietwohnungen anzubieten, hat sich hervorragend entwickelt, allein mit Morscher-Bau konnten in den vergangenen 15 Jahren im Bregenzerwald insgesamt mehr als 150 Wohnungen errichtet werden.“
Für Günter Morscher war das Projekt eine riesige Herausforderung, denn „das Grundwasser erforderte eine außergewöhnliche Baustellensicherung. Volle 48 Wochen mussten -  ununterbrochen 24 Stunden pro Tag und sieben Tage pro Woche – unvorstellbare Mengen von Grundwasser abgepumpt werden, ehe die Gebäude schwer genug waren, um dem Druck des Grundwassers zu widerstehen.“   
Für Günter Morscher war das Projekt eine riesige Herausforderung, denn „das Grundwasser erforderte eine außergewöhnliche Baustellensicherung. Volle 48 Wochen mussten -  ununterbrochen 24 Stunden pro Tag und sieben Tage pro Woche – unvorstellbare Mengen von Grundwasser abgepumpt werden, ehe die Gebäude schwer genug waren, um dem Druck des Grundwassers zu widerstehen.“