„Ich werde verfolgt, was soll ich tun?“

„Coffee with Cops“: Zahlreiche Passanten nahmen in Dornbirn beim „Kaffeekränzchen“ mit der Polizei teil.
Dornbirn Dass Polizisten beim bekannten Brennpunkt (Hotspot) Dornbirn kein seltener Anblick sind, versteht sich von selbst. Dass sie dabei aber Kaffee ausschenken, mutet eher ungewöhnlich an. Und doch war dies am Dienstagnachmittag der Fall.
Vorurteile abbauen
Der Sinn der Sache: Unter dem Motto „Coffee with Cops“, einer neuen Aktion der Polizei, der Initiative Sichere Gemeinden und der ÖBB, wollen die Ordnungshüter mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen, sich austauschen, Barrieren und Vorurteile abbauen. Und dabei gemeinsam Kaffee trinken.

Beim Start der Aktion sah auch Hans-Peter Ludescher, seines Zeichens Landespolizeidirektor, vorbei. Sich dessen nicht bewusst, näherte sich prompt Passantin Karin Moosbrugger aus Bludenz dem Polizeischef und bat ihn um Rat: „Ich werde ständig von einem Unbekannten verfolgt, was soll ich tun?“ Ludescher gab fachkundige Auskunft und riet ihr, sofort die Polizei darüber zu unterrichten. „Man wartet ja mit Hilferufen auch nicht erst ab, bis alles brennt“, begründete er.

Allerlei Fragen
Auch Wolfgang Dür, Pressesprecher bei der Landespolizeidirektion, stand den zahlreichen Passanten bei ihren Fragen Rede und Antwort. Da wurde sich über rechtliche Auskünfte rund um E-Scooter erkundigt oder den berüchtigten Enkel-Neffen-Trick.

Einer verkündete stolz, zwar ständig mit dieser Betrugsmasche über SMS am Handy konfrontiert zu werden, die Geldforderungen jedoch zu ignorieren. „Man liest ja ständig in der Zeitung davon, dass das nur eine Gaunerei ist“, sagt er. Eine andere Besucherin schüttete einfach ihr Herz über alle möglichen Dinge aus.
Was schließlich auch der Zweck der Aktion „Coffee with Cops“ sein soll, die in Dornbirn zwar die erste, doch nicht die letzte war. Noch weitere sind geplant, zum Beispiel an Gemeindeämtern oder öffentlichen Plätzen wie Einkaufszentren oder Bauernmärkten, denn: „Nach einem Kaffee mit uns sieht die Welt gleich sicherer aus“, verkündet der Folder der Aktion.

