Mordfall Janine G.: Ermittlungsmarathon abgeschlossen

VN / 24.07.2023 • 12:00 Uhr
Der Fundort der Leiche von Janine G. in Lustenau. <span class="copyright">vn/gs</span>
Der Fundort der Leiche von Janine G. in Lustenau. vn/gs

Wann der Endbericht der Kripo an die Staatsanwaltschaft nun endgültig erwartet wird.

Feldkirch In der Nacht auf den 4. März 2022 fiel die 30-jährige Dornbirner Zahnarztassistentin Janine G. in Lustenau einer brutalen Bluttat zum Opfer. Einen Tag später wurde ihre Leiche in einem Wassergraben im Lustenauer Ried aufgefunden, die Gerichtsmedizin stellte massive Verletzungen im Kopf- und Halsbereich fest, die zum Tod geführt hatten (die VN berichteten).

Noch in derselben Woche wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, ein damals 19-jähriger Lustenauer und ein 25-jähriger unsteter Vorarlberger. Während sich der Tatverdacht gegen den Lustenauer im Laufe der nächsten Wochen und Monate entkräftet hatte und er aus der U-Haft entlassen wurde, laufen gegen den 25-Jährigen seit damals Ermittlungen wegen Verdacht des Mordes. Der Mann ist bislang nicht geständig, wird jedoch von dem Lustenauer, der als Hauptzeuge des mutmaßlichen Verbrechens gilt, massiv belastet.

Rechtsanwalt German Bertsch, der den Hauptverdächtigen vertritt: "Erhebungen nun alles in allem abgeschlossen."<span class="copyright"> Vn/gs</span>
Rechtsanwalt German Bertsch, der den Hauptverdächtigen vertritt: "Erhebungen nun alles in allem abgeschlossen." Vn/gs

Komplexe Ermittlungen

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes erwiesen sich als äußerst komplex und schwierig. Selbst aus den USA wurden Daten bezüglich der Social-Media-Aktivitäten der Tatverdächtigen und des Mordopfers angefordert. Ein Vorgang mit Unterbrechungen und laut Rechtsanwalt German Bertsch, dem Verteidiger des Mordverdächtigen, schlussendlich ohne relevante Ergebnisse. Sämtliche Gutachten, das gerichtsmedizinische sowie das gerichtspsychiatrische, liegen vor. Auch eine letzte Einvernahme des Tatverdächtigen wurde bereits durchgeführt.

Abschlussbericht Ende August

Die Ergebnisse sind für die Ermittler demnach ausreichend. „Alles in allem sind die Erhebungen der Kripo abgeschlossen“, sagte Bertsch am Montag gegenüber den VN. Der lang erwartete und endgültige Abschlussbericht des Landeskriminalamtes an die Feldkircher Staatsanwaltschaft werde laut dem Feldkircher Anwalt nun definitiv für Ende August erwartet.

Anklage im Herbst

Dann werde es nicht mehr lange bis zur Anklageerhebung seitens der Staatsanwaltschaft dauern. „Ich rechne Ende September oder Anfang Oktober mit einer Anklage“, so Bertsch zu den VN.

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