Kinderhaus in Thüringen nimmt nächste Hürde

VN / 20.07.2023 • 14:31 Uhr
Franz Haid (Leiter AG Kindergarten), Anne Schmechel (Leitung Kindergarten) und Bürgermeister Harald Witwer mit dem Siegerprojekt in der Hand. <span class="copyright">Daniela Rusch</span>
Franz Haid (Leiter AG Kindergarten), Anne Schmechel (Leitung Kindergarten) und Bürgermeister Harald Witwer mit dem Siegerprojekt in der Hand. Daniela Rusch

Die Generalplanungen für das neue Kinderhaus in Thüringen sind vergeben, sodass das Projekt im Herbst noch eingereicht werden kann. Rechnet man mit eineinhalb Jahren Bauzeit, kann das Kinderhaus Anfang 2026 bezogen werden.

Thüringen Jetzt ist der nächste Schritt zum neuen Kinderhaus in Thüringen erreicht. In der letzten Gemeindevertretungssitzung wurde die Generalplanung vergeben. „So können wir den Baubescheid noch dieses Jahr in den Händen halten“, freut sich Bürgermeister Harald Witwer. Die Pädagoginnen wissen dabei über alle Abläufe Bescheid. „Der Kindergarten und die Kleinkindbetreuung sind involviert und begeistert vom Projekt“, so Witwer. Daher können die Pädagoginnen bei der Gestaltung des Kinderhauses auch mitreden. „Wir werden ihre Wünsche berücksichtigen. Wir wollen den Prozess offen gestalten, weshalb wir die Nutzer des Kinderhauses von Anfang an mit einbeziehen.“

Eineinhalb Jahre Bauzeit

Im Herbst wolle man das Projekt bei der Bezirkshauptmannschaft einreichen, im Winter dann ausschreiben. Wenn alles nach Plan läuft, könnte im Frühjahr der Baustart erfolgen. „Ich rechne mit gut eineinhalb Jahren Bauzeit“, informiert Harald Witwer, sodass ein Bezug Anfang 2026 realistisch ist. In weiterer Zukunft könnte man auch die Volksschule dort ansiedeln, sodass ein richtiger Campus entstehen kann.

1,15 Millionen Euro kostet die Planung bis zum fertigen Einreichprojekt. Dabei werden Fachplaner für Statik, Elektrik, Haustechnik und Bauphysik beauftragt. Die Errichtungskosten inklusive Planungskosten belaufen sich auf 12,6 Millionen Euro netto, dies inkludiert die Baukosten, die Planungskosten, die ÖBA (örtliche Bauaufsicht), Nebenkosten und Reserven.

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.

Harald Witwer möchte sich in diesem Zuge vor allem bei Franz Haid bedanken, der als Leiter der Arbeitsgruppe viele ehrenamtliche Stunden in dieses Projekt gesteckt hat.

Nachhaltig bauen

Da das Kinderhaus einen Kommunalgebäudeausweis (KGA) erhalten soll, um vom Land eine Förderung zu bekommen (50 Punkte entsprechen 0,5 Prozent Förderung. Ziel ist es, 900 Punkte zu erreichen), wurde zusätzlich das Büro „Lenz Nachhaltig“ beauftragt. Auf der Seite des Energieinstituts Vorarlberg steht zum KGA: „Gemeinden können bis zu 20 Prozent höhere Bedarfszuweisungsmittel beim Neubau und bei der Generalsanierung von kommunalen Gebäuden erhalten, wenn diese energetisch und ökologisch optimiert ausgeführt werden.“ Für dieses ökologische und nachhaltige Bauen nimmt die Gemeinde nochmals rund 40.000 Euro in die Hand. VN-JUN