Woodrock Festival feiert Vierteljahrhundert

Offene Jugendarbeit Bludenz freut sich auf das diesjährige Spektakel.
Bludenz Schon bald wird Bludenz durch die Lautsprecher am Fußballplatz Hinterplärsch, aus denen Metallica und Rock heraus dröhnen werden, wieder mal beben. In den späten Achtzigern ist damals auf dem Platz mit einer Lkw-Plane als Dach, Metallgerüst und Holzrinde an der Bar das erste Woodrock Festival der OJA (Offenen Jugendarbeit) Bludenz entstanden. “Ich bin sehr dankbar für die Vorarbeit. Ohne diese würde es das Woodrock nicht geben”, sagt Michael Lienher, Leiter der Offenen Jugendarbeit Bludenz. Heuer gibt es die Feierlichkeit vom 20. bis 21. Juli bereits zum 25. Mal.


Jugendarbeit im Vordergrund
Für das Musikspektakel werden zwölf Bands sorgen, fünf davon aus Vorarlberg. Darunter auch zahlreiche DJs. “Wir hoffen, dass wir die Jugendlichen mit der Stilrichtung erreichen und ihnen zusätzlich Musikkultur vermitteln können”, erklärt Lienher. “Die jungen Heranwachsenden spielen eine entscheidende Rolle beim Festival. Ohne sie könnten wir kein Woodrock machen.”


Doch aufgrund der langen Festival-Pause durch Corona und wegen der immer wieder vorkommenden Unterbrechungen haben viele von ihnen den Bezug dazu verloren. “Als wir die Jugendlichen in der OJA gefragt haben, ob sie Lust haben mitzumachen, kam als Antwort: Was ist denn das?”, erläutert der Geschäftsleiter. Auch ein großer Faktor ist, dass mittlerweile die Besucher der OJA immer jünger im Vergleich zu früher werden. “Dann standen wir vor der Frage: Schaffen wir es, ihnen den Spirit vom Woodrock zu vermitteln?” Dies haben sie geschafft.


Dem Jugendarbeiter ist es nämlich wichtig, den Jugendlichen einiges mitzugeben. Wie den Aufbau vom Backstage-Bereich, was zu tun ist, was dahinter steckt und auch Entscheidungen selbst zu treffen. “Ein 13-Jähriger braucht beim Aufbau mehr Zeit und Begleitung. Dafür nimmt er aber was mit fürs Leben.” Gemeinsam mit den Jugendlichen und Jugendarbeiter Roman Zöhrer hat es Lienher geschafft, wieder das Fest auf die Beine zu stellen. “Es ist eine Herzensangelegenheit, es ist mein Baby. Nicht nur das Woodrock Festival, sondern auch die OJA”, betont er.

