Vorsicht! Das sind die häufigsten Maschen der Urlaubsbetrüger

Sommerzeit ist Urlaubszeit, dies gilt jedoch nicht für Betrüger. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) gibt Einblicke in die häufigsten Maschen der Urlaubsbetrüger.
Von Lena Gruber
Schwarzach Der langersehnte, wohlverdiente Urlaub kann schnell seine erholsame Wirkung verlieren, wenn man Betrügern ins Netz geht. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt zur angelaufenen Urlaubssaison und gibt Einblicke in die gängigsten Betrugsmaschen.
Kreative Maschen
Betrüger verwenden unterschiedliche Methoden, um Touristinnen und Touristen in einem unachtsamen Moment zu täuschen und ihnen Geld und andere Wertgegenstände abzunehmen oder persönliche Informationen zu entlocken. Sie verwenden kreative Maschen: Diese reichen vom ablenkenden Blumenverkauf über tricksende Taxi-Fahrer bis hin zu unseriösen Reiseanbietern. „Meistens machen sie sich die Ablenkung, lokale Unkenntnis oder Unaufmerksamkeit ihrer Opfer zunutze“, weiß Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. Um den Urlaub in vollen Zügen genießen zu können, ist es von Vorteil, die Tricks der Urlaubsbetrüger zu kennen, um ihnen keine Chance zu geben.
Rosentrick
Trickdiebe nutzen gerne Rosen oder andere Blumen, besonders wenn sie in prall gefüllten Fußgängerzonen oder touristischen Hotspots unterwegs sind. Dabei gehen die Betrüger mit einem Strauß Rosen oder anderen Blumen auf Paare oder Einzelpersonen zu und bieten diese an. Sie behaupten, diese wären kostenlos oder für einen wohltätigen Zweck. Haben sie ihr Opfer einmal abgelenkt, so nutzen die Betrüger die Gelegenheit, um einen Taschendiebstahl zu begehen. Während die Betrüger ihr Opfer um Spenden und um Fotos fragen, greifen sie unauffällig in Taschen, Rucksäcke oder Geldbörsen, um Wertgegenstände, Bargeld, Kreditkarten oder persönliche Dokumente zu stehlen. Bei den Tätern handelt es sich meistens um sehr gut organisierte Banden.

Bei den Tätern handelt es sich meistens um gut geschulte Banden. Fotolia
Taxischwindel
Eine so nicht geplante Stadtrundfahrt kann den Opfern von Taxischwindlern teuer kommen. Sie positionieren sich an bekannten Touristenattraktionen, Flughäfen oder Bahnhöfen und geben sich als Taxifahrer aus. Dabei verwenden sie gefälschte Taxischilder oder auch Taxis, die keine offizielle Lizenz haben. Sie sind mit auffälligen Warnwesten oder Namensschildern ausgestattet, um das Vertrauen ihrer Opfer zu erlangen. Dabei nutzen sie die Unkenntnis der Touristen aus und nehmen absichtlich längere Fahrtstrecken auf sich, um den Fahrpreis in die Höhe zu treiben. Taxameter werden manipuliert, womit die Preise weit über dem normalen Taxitarif liegen.
Falscher Reiseanbieter
Der Betrug beginnt aber oftmals schon bei der Urlaubsbuchung. Gefälschte Urlaubsseiten oder unseriöse Urlaubsangebote per Mail oder Telefon sind eine Methode der Betrüger, um an Geld und persönliche Daten der Reisenden zu gelangen. „Seien Sie wachsam, auf welchen Seiten Sie buchen, worauf sie klicken und überprüfen Sie die Webseiten-Authentizität“, warnt Armin Kaltenegger. Er weiß, dass an der URL oder auch am fehlenden Schlosssymbol in der Adressleiste unseriösen Seiten auf die Spur gekommen werden kann. Er empfiehlt, nur seriösen Anbietern Vertrauen zu schenken.
Das Bundeskriminalamt, aber auch das KFV geben regelmäßig Tipps, um sich vor Urlaubsbetrug zu schützen:
https://bundeskriminalamt.at/news.aspx?id=5663375A48614A3242454D3D