Stark verärgerte Bresner Bürger akzeptieren neue Maßnahmen im Straßenverkehr nicht

VN / 06.07.2023 • 12:11 Uhr
Stark verärgerte Bresner Bürger akzeptieren neue Maßnahmen im Straßenverkehr nicht
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957 Bresner haben mit einer Unterschrift ihre Wut kundgetan. Sie wollen Verbesserungen und präsentieren neue Lösungen.

RANKWEIL Im Dezember 2018 startete die Marktgemeinde Rankweil mit dem Straßen- und Wegekonzept für den Ortsteil Brederis. Fünf Sitzungen einer ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe und zwei Workshops mit den Bürgern wurde abgehalten. Im April 2022, also vor 14 Monaten, hat die Gemeindevertretung das Straßen- und Wegekonzept beschlossen.

Bei einer Informationsveranstaltung hat die Marktgemeinde Rankweil Ende Februar dieses Jahres im vollbesetzten Bresnersaal nun die Bürger aus Brederis ausführlich über die Umsetzung des Verkehrskonzeptes informiert. Im April dieses Jahres hat die Umsetzung des Straßen- und Wegekonzept in Brederis gestartet und wurde in wenigen Wochen auch fertiggestellt.

Bresner Bürger protestieren gegen neue Maßnahmen im Straßenverkehr.
Bresner Bürger protestieren gegen neue Maßnahmen im Straßenverkehr.

Seit Mitte April sind im Ortsteil Brederis jetzt die neuen erforderlichen Maßnahmen für den Straßenverkehr in Kraft. Allerdings sind die etwa 2100 in Brederis lebenden Menschen mit der neuen Situation ganz und gar nicht einverstanden. Große Wut und Ärger macht sich bei den Bresnern schon seit längerem breit.

Unterschriftenaktion: 957 Bresner fordern Veränderungen und Lösungen.
Unterschriftenaktion: 957 Bresner fordern Veränderungen und Lösungen.

Bei einem Treffen mit mehr als 200 Bresner Bürgern im Gstach Besucherzentrum hat man über die neuen Maßnahmen im Ortsteil diskutiert. Renate Marzari, Markus Gstach, Christian Maissen, Claudia Rieder und Alexander Insam haben sich im Sinne der Bresner Bevölkerungbereiterklärt, um die vorhandenen Maßnahmen im Verkehr teilweise rückgängig zu machen.

Die Unzufriedenheit wächst: Bresner Bürger lehnen neue Verkehrssituation ab.
Die Unzufriedenheit wächst: Bresner Bürger lehnen neue Verkehrssituation ab.

„Wir nehmen die Anregungen und Wünsche der Bresner Bürger ernst und auf. Die Maßnahmen sind nicht in Stein gemeißelt“, sagt Rankweils Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall. „Wenn es Änderungen braucht oder diese gewünscht werden, muss man darüber diskutieren. Wir werden alle Anregungen mit der Arbeitsgruppe prüfen. Die Zusammenarbeit mit den Bürgern und der Gemeinde ist eine tolle Sache“.

Die Unzufriedenheit wächst: Bresner Bürger lehnen neue Verkehrssituation ab.
Die Unzufriedenheit wächst: Bresner Bürger lehnen neue Verkehrssituation ab.

In den nächsten Tagen sollen Gespräche mit den Beteiligten stattfinden. Schon bei der Rankweiler Gemeindevertretungssitzung im Mai waren die Bresner mit Renate Marzari an der Spitze gekommen, um neue Lösungsansätze und schnelle Verbesserungen zu präsentieren.

Diskussionen und Gespräche über Maßnahmen im Straßenverkehr geplant.
Diskussionen und Gespräche über Maßnahmen im Straßenverkehr geplant.

Erst am vergangenen Dienstag haben Hunderte Bresner Bürger zum wiederholten Male bei der GV-Sitzung im Rankweiler Rathaus die Politiker gebeten, Änderungen der Maßnahmen baldmöglichst vorzunehmen. „Es betrifft alle Bresner Bürger und alle hoffen auf eine schnelle und bestmögliche Lösung. Die jetzige Lage ist nicht mehr tragbar“, so Renate Marzari. Durch die neuen Einschränkungen bzw. Verordnungen ist die Gesamtlage immer noch nicht besser, trotz Fahrverbote wird der Verkehr wird nicht weniger.

Bresner Bürger präsentieren Vorschläge für Verbesserungen.
Bresner Bürger präsentieren Vorschläge für Verbesserungen.

„Am Ende des Tages müssen die Politiker, und nicht die Planer, über die richtigen Maßnahmen entscheiden. Viele Menschen sind einfach auf den PKW angewiesen. Es gilt nun, miteinander so rasch wie möglich die beste Lösung im Sinne der Bresner Bevölkerung umzusetzen bzw. zu korrigieren“, sagt Golfclub Montfort Präsident Richard Fischer.

Bürger treffen Politiker: Forderungen nach schnellen Änderungen.
Bürger treffen Politiker: Forderungen nach schnellen Änderungen.

Die Schweizerstraße ist grundsätzlich eine verkehrsberuhigte Straße und sollte durch die L52 entlastet werden. Täglich entsteht aber ausgerechnet in der Schweizerstraße zu Spitzenzeiten ein Megastau, teilweise bis zur Einfahrt zur Bresner Kirche hinunter. Für die Bresner Bevölkerung ist eines ganz klar: Durch die jetzige Situation werden den Einwohnern, Vereinsmitglieder von Golf und Fußball sowie den vielen Landwirten im Weitried mit deren Kunden rund 100.000 km pro Jahr mehr zukommen als früher. Diese 100.000 Kilometer müssen jetzt auf den Hauptstraßen wie etwa der L52, Schweizerstraße und Bundesstraße zurückgelegt werden, obwohl diese bereits vor diesen Maßnahmen zu bestimmten Stoßzeiten bereits mehr als überfüllt sind.

Diskussionen und Gespräche über Maßnahmen im Straßenverkehr geplant.
Diskussionen und Gespräche über Maßnahmen im Straßenverkehr geplant.

Für die Bresner wäre beispielsweise eine sofortige Fahrerlaubnis oder auch Plaketten für jeden Bürger und Vereinsmitglieder ein erster Lösungsansatz. Allgemeine Fahrverbote in zeitlich begrenzte Fahrverbote umwandeln von Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr. Damit würde dem Schleichverkehr Rechnung getragen.

Die Mitglieder vom Golf- und Fußballklub können ohne Bestrafung zufahren. Für die Exekutive wäre das Fahrverbot viel einfacher zu kontrollieren. Firmen aus dem Industriegebiet wie Kastner, Coolmärk und Hirschmann dürfen nur die L52 benützen und bei Nichteinhaltung gestraft werden. Einen starken Verkehr verzeichnet auch die Kirchstraße, da durch die Fahrradstraße und das Fahrverbot zur Sennhofstraße die Weiterfahrt zur Bundesstraße nicht mehr möglich ist. Dadurch sind auch die vielen Kinder gefährdet.

Verkehrsprobleme belasten Bresner Bevölkerung und Vereine.
Verkehrsprobleme belasten Bresner Bevölkerung und Vereine.

Das Fahrverbot zur Sennhofstraße sollte laut den Bürgern zeitlich begrenzt werden. Nicht nachvollziehbar sei das Tempolimit im Weitried mit 30 km/h. Einige Maßnahmen im Straßenverkehr von Brederis zu ändern, haben 957 Bresner mit einer Unterschrift kundgetan. Im Rahmen der GV-Sitzung vom 4. Juli wurde diese Unterschriften-Aktion an die Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall übergeben.

Unterschriften übergeben: Bresner fordern Überarbeitung der Verordnungen.
Unterschriften übergeben: Bresner fordern Überarbeitung der Verordnungen.

Die Bresner fordern abschließend: Die Zusage für einen Terminvorschlag zur gemeinsamen Überarbeitung der Verordnungen unter Beisein einiger kompetenter Politiker, den Experten und mindestens vier bis fünf Bresner Vertretern – so schnell als möglich, jedoch spätestens bis Mitte Juli. VN-TK

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