Schüler im Alpeinsatz

Die Klasse 2b der Neuen Mittelschule verbrachte ihre Projektwoche im Nenzinger Himmel.
Nenzing Eine besondere Projektwoche erlebten kurz vor Schulschluss die 25 Kinder der Klasse 2b der Neuen Mittelschule Nenzing. Unter dem Motto „Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ verbrachten sie diese im Nenzinger Himmel. Im Gespräch mit den Kids wurde deutlich, dass längst nicht alle Schüler der Klasse den Nenzinger Himmel kennen.

Tobias Gabriel, 12 Jahre

Vitalina Bobb, 13 Jahre
„Die Agrargemeinschaft kam mit dem Angebot auf uns zu“, sagte Klassenlehrerin Andrea Niegel. „Die Burschen dürfen in der Bergrettungshütte schlafen, die Mädchen im Hotel. Dort werden wir auch zum Selbstkostenpreis verköstigt. Durch die Unterstützung von Agrargemeinschaft, Bergrettung und Alpengasthof Gamperdona kann die Projektwoche äußerst kostengünstig durchgeführt werden.“ „Die Initiative ging ursprünglich von Agrar-Obmann Johannes Maier aus“, erklärt auch der Geschäftsführer der Agrargemeinschaft, Siegbert Terzer: „Wir wollten den Kindern einerseits die Natur unserer Heimat als Lebensraum für Mensch und Tier wieder näherbringen und in Zeiten der Teuerung auch eine preisgünstige Alternative anbieten.“

Ein buntes Programm mit Wanderungen, Besichtigungen – unter anderem „Vom Wasserrad zum modernen Kleinkraftwerk“ oder „Vom Milch bis zum Käse“ – oder dem Entdecken der besonderen Alpenflora sorgte dafür, dass keine Langeweile aufkam. Und das Handy? „Das hatte erstaunlicherweise sehr oft Pause und wurde höchstens zum Fotografieren benötigt“, berichtete Andrea Niegel, dass die Kids fasziniert vom Alpleben waren und erzählte von einer Wasserschlacht beim Brunnen am Vorabend: „So viel Spaß kann ein Handy nicht bieten.“

Marie Vaschauner, 11 Jahre

Lukas Gabriel, 12 Jahre
Teil des Projektwochen-Programms war schließlich auch die Mitarbeit der Kids bei Entbuschungs-Aktionen auf der Alpe. „Um die Alpflächen möglichst erhalten zu können, müssen diese von aufkommenden Tannen und Unkräutern befreit werden“, erklärt Siegbert Terzer. Bei der Pflege von 1500 Hektar Alpfläche im Nenzinger Gemeindegebiet ist die Agrargemeinschaft froh um jede helfende Hand. Übrigens: Mit 140 Tieren ist der Nenzinger Himmel die größte Kuhalpe im Land. EM