Alpenmosaik Montafon, Teil 1: Der Steinschafweg

In einer Serie werden ausgewählte Wanderwege des neuen Alpenmosaiks Montafon vorgestellt.
St. Gallenkirch In einer Wanderserie stellt die Heimat Bludenz das von Montafon Tourismus neu entwickelte Alpenmosaik Montafon vor. Dort, wo Verwall, Silvretta und Rätikon aufeinandertreffen, befindet sich das Montafon. Vier Erlebnisräume erzählen von ihrer Einzigartigkeit: das einsame und unberührte Verwall mit seinen mystischen Moorlandschaften, die anspruchsvolle und wilde Silvretta mit ihren Gletschern und markanten Dreitausendern, der malerische Rätikon mit seinen Kalkformationen und der Erlebnisraum Tal mit seiner Hauptlebensader, der Ill.

Auf Bestehendes zurückgegriffen
Diese Besonderheiten wurden im Rahmen eines innovativen Wanderwegekonzepts unter dem Titel „Alpenmosaik Montafon“ aufgearbeitet. Dabei wurden keine neuen Wege oder künstlichen Inhalte geschaffen. Das bereits bestehende, über 500 Kilometer lange Wegenetz wurde mit Hintergrundinformationen ergänzt und beschäftigt sich somit intensiv mit der Kultur, Geschichte, Geologie und dem Leben im Montafon. Über 30 Themenwege mit rund 150 Infosäulen warten auf die Wanderinnen und Wanderer.

An 16 Startplätzen, verteilt über das ganze Montafon, können Bergbegeisterte in das Alpenmosaik Montafon eintauchen. Dort geben Karten- und Infotafeln einen ersten Einblick in das umfassende Wanderwegenetz. Mittels QR-Codes werden detailliertere Informationen zur Verfügung gestellt.

Der Steinschafweg
Die erste Folge beginnt mit dem Steinschafweg, einer Wanderung im Tal. Der Erlebnisraum Tal vereint sämtliche geologische Charakteristiken der umliegenden Bergwelt, die im Tal zusammenfließen, und bietet Informationen über historische und kulturelle Besonderheiten des Montafons.

Das Montafoner Steinschaf ist ein kleines, zierliches Tier und bemerkenswert anspruchslos. Es kommt mit rauem Wetter und wenig Futter gut zurecht, ist fleißig, lebhaft und freundlich. Neben dem Montafoner Braunvieh ist das genügsame Montafoner Steinschaf übrigens die einzige aus Vorarlberg stammende Tierrasse. Und trotz dieser Eigenschaften ist das Montafoner Steinschaf vom Aussterben bedroht und kam bis vor wenigen Jahren nur noch vereinzelt im hintersten Montafon vor.

Martin Mathies und Peter Kasper nahmen sich des Montafoner Steinschafs an, als es schon fast ausgestorben war. Ihnen und einigen anderen Züchtern ist es zu verdanken, dass die Population des Montafoner Steinschafs im Tal mittlerweile deutlich gewachsen ist.

Der Steinschafweg widmet sich diesen ganz besonderen Tieren. Er bietet spannende Informationen rund um das Montafoner Steinschaf und erklärt, wieso der Erhalt dieser besonderen Schafrasse so wichtig ist. Mit etwas Glück lässt sich auf dem Weg auch der ein oder andere Blick auf die Rasse werfen.

Die Wegbeschreibung
Ausgangspunkt dieser Tour zwischen Weiden und Wäldern ist das Ortszentrum (Tourismusinformation) von St. Gallenkirch. Von dort geht man entlang der Hauptstraße ca. 50 Meter Richtung Schruns. Auf der linken Straßenseite steht ein Wanderwegweiser. Von hier geht es nun abwärts bis zur Ill. Dabei folgt man immer den Wegweiser nach Gargellen. Beim Fluss angekommen geht man über die Brücke und biegt dann rechts ab. An der Talstation der Valiserabahn findet man den nächsten Wegweiser. Von dort geht es nun ein Stück entlang der Hauptstraße, immer dem Wegweiser Richtung Rüti folgend. Angekommen auf der Rüti ist das nächste Etappenziel Außergampaping. Von Außergampaping geht es nun weiter über Neuberg nach Galgenul, bis man wieder die Talstation der Valiserabahn erreicht. Jetzt geht es nochmal über eine Brücke entlang der Hauptstraße. Hier kann man noch einen kurzen Abstecher zum Biohof Mathies machen und schauen, ob die Steinschafe gerade in ihrem Stall sind.
