Nach Darminfektion: Zwei durchfallerkrankte Kinder wieder zu Hause

Drei junge Patienten benötigen weiterhin eine Nierenersatztherapie.
Feldkirch Insgesamt sechs Kinder im Alter zwischen einem und elf Jahren mussten in den vergangenen Tagen aufgrund von schweren Darminfektionen im Krankenhaus behandelt werden. Inzwischen konnten zwei der jungen Patienten nach Hause, wie die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) auf VN-Nachfrage mitteilte. Vier Kinder sind allerdings nach wie vor so krank, dass ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist.
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Drei von ihnen liegen auf der Intensivstation und erhalten eine Nierenersatztherapie. Im LKH Feldkirch betrifft das ein Kind, ein weiteres ist soweit genesen, dass es auf die Normalstation verlegt wurde. Die Universitätsklinik Innsbruck betreut zwei Kinder aus Vorarlberg, beide intensiv, und beide benötigen eine Dialyse. Die Kinder litten nach einer Infektion mit dem Bakterium der Art STEC am sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das blutige Durchfälle verursacht und in der Folge auch zu Nierenversagen führen kann „Wir sind aber vorsichtig optimistisch, was den weiteren Genesungsverlauf betrifft“, verlautet aus der KHBG.
Ursachenforschung
Anfang Juni wurde das Ausmaß der Darminfektion im Raum Frastanz durch das Land bekanntgemacht. Wie berichtet, kamen ab dem 25. Mai mehrere Kinder und Jugendliche mit blutigen Durchfällen in die Ambulanz der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im LKH Feldkirch. Betroffen waren bis dato zwölf Kinder, sechs davon mussten ins Spital. Aktuell gibt es keine weiteren Fälle. Wo sich die Kinder mit dem hochinfektiösen Bakterium angesteckt haben, bleibt ein Rätsel. Drei Kinderbetreuungseinrichtungen gerieten in den Fokus von Hygienevisiten durch den Amtsarzt der Bezirkshauptmannschaft. Das Umweltinstitut zog Lebensmittelproben, deren Analyse jedoch negativ ausfiel. Danach wurden neuerlich 15 Rückstellproben aus der Zentralküche genommen und zur AGES nach Wien geschickt. Diese sollen bis übers Wochenende ausgewertet sein.