“Massensterben ist vorbei” – aber noch keine endgültige Vogelgrippe-Entwarnung

Am Bodensee werden weiterhin jeden Tag tote Tiere gefunden.
Hard Eine tote Flussseeschwalbe, zwei tote Lachmöwen: So lautet die Bilanz am Montagmorgen. Die Vogelgrippe fordert am Vorarlberger Bodenseeufer weiter ihre Opfer. Täglich erliegen Vögel dem Virus. Aber es besteht Hoffnung, dass es besser wird.
Denn: “Das Massensterben ist wohl vorbei”, sagt Walter Niederer vom Naturschutzverein Rheindelta. Entwarnung kann der Biologe aber noch nicht geben. Jeden Tag werden weitere tote Vögel entdeckt, auch wenn die Anzahl weniger wird.

Hauptsächlich betroffen sind weiterhin die Kolonien von Lachmöwen und Flussseeschwalben, die auf den kleinen Inseln in der Lagune am westlichen Rheindamm nisten. Auf engem Raum sitzen hier Hunderte Tiere aufeinander. Ideal für das Virus, um sich schnell zu verbreiten.


Schon über 300 Tiere gestorben
Seitdem die Vogelgrippe Ende April unter den Lachmöwen ausgebrochen ist, sind bereits über 300 Tiere verendet. Mittlerweile seien immer wieder auch andere Vogelarten betroffen. Aber den Hauptanteil machen weiter die Lachmöwen und Flussseeschwalben aus.

Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Daran hat erstmal auch das schöne Wetter in der vergangenen Woche nichts geändert. “Es hat noch nicht durchgeschlagen, aber wir hoffen weiter das Beste”, sagt Niederer.
Die gute Nachricht: Menschen sind bisher von dem Ausbruch nicht betroffen und auch das heimische Geflügel blieb bisher verschont. Als Vorsichtsmaßnahme gilt in den Gemeinden Gaißau, Höchst, Fußach und Hard Stallpflicht für alle Vögel. Und das wird wohl auch erst mal so bleiben. Denn noch ist die Situation zu unsicher.