Schweineleid auf Hof in Bildstein: VGT erstattet Anzeige

Über 30 Tiere sollen in ihrem eigenen Kot leben.
Bildstein Es sind Bilder, die schockieren. Schweine sehen mit leerem Blick in die Kamera. Sie stehen in ihrem eigenen Kot. Rund um sie herum ist es dreckig, nass und voller Mist. Ein trockener Schlafplatz für die Schweine? Fehlanzeige. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat Anzeige erstattet.
Diese schlimmen Umstände sollen auf einem Hof in Bildstein herrschen. “Die momentanen Lebensumstände am kürzlich bekannt gewordenen Betrieb sind erbärmlich: Die Schweine müssen auf einem fast ein Meter hohen Kotberg stehen. Ins hinterste Eck des alten Stalls, wo etliche Ferkel leben müssen, dringt kaum Tageslicht vor – die Tiere leben in Dunkelheit”, schildert der Verein.

Demnach müssten einige größere Schweine in einem See aus Kot und Urin herumwaten. Als Unterschlupf diene ihnen ein Blechtunnel, in dem es bei starkem Sonnenschein unerträglich heiß werde. “Den mehr als 30 kleineren und größeren Schweinen fehlt illegalerweise auch Beschäftigungsmaterial”, klagt der VGT.
Tierschützer nehmen Land in die Pflicht
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David Richter, VGT-Obmann-Stellvertreter und Schweine-Experte, sagt: “Das sind Zustände, wie man sie in Vorarlberg nicht mehr erwarten würde. Wem es nicht möglich ist, seine Tiere vernünftig zu halten, sollte das auch nicht machen dürfen!” Tierschützerin Sandy P. Peng aus Vorarlberg ergänzt: “Das Tierleid findet nicht vor den Augen der Konsument:innen statt. Es ist die Aufgabe des Landes, für die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen zu sorgen.”


Der VGT hat Anzeige nach dem Tierschutzgesetz erstattet sowie wegen der vermuteten Umweltverschmutzung durch einen ausufernden Misthaufen, von dem die nitrathaltigen Exkremente wohl schon seit Jahren in den Untergrund versickern.

Der mutmaßliche Hofbetreiber fiel auf VN-Anfrage aus allen Wolken. Diese Anschuldigungen waren für ihn komplett überraschend.