Wie das Dorfzentrum Vandans in Zukunft aussehen kann

In der Rätikonhalle Vandans wurden die Ergebnisse der Entwicklungsstudie präsentiert.
Vandans Rund 80 Personen, darunter viele Gemeindevertreter sowie interessierte Privatpersonen hatten sich in der Rätikonhalle eingefunden. Das Planungsteam mit den Architekten Matthias Bär, Gerhard Gruber und Matthias Hein hat sich in ca. 700 Arbeitsstunden intensiv mit der Problemstellung „Wie soll ein Dorfzentrum in Vandans aussehen“ auseinandergesetzt. Mit dabei waren auch Vertreter der Gemeinde, der neu eingerichtete Gestaltungsbeirat, bestehend aus den Architekten Michael Achammer und Markus Malin, sowie Luzian Burgstaller und Herbert Bork von stadtland, die ebenfalls wichtige Inputs geliefert hatten. „Fehlende Aufenthaltsqualität und hohe Verkehrsbelastung sind nur zwei der Punkte, die zur Bildung eines belebten und beliebten Dorfzentrums hinderlich sind“, so Bork in seinen einleitenden Worten.




Mehrere Herausforderungen
„Um Bedürfnisse zu erheben und solche Umstände abzuschaffen, wurde auch das Ergebnis eines öffentlichen Workshops mit der Bevölkerung eingearbeitet“, erzählt Bürgermeister Florian Küng. Das Dorfzentrum von Vandans ist aktuell mit mehreren Entwicklungen und Herausforderungen konfrontiert. Nutzungen und Angebote, die für einen belebten Ortskern entscheidend sind, insbesondere Gastronomie und öffentliche Treffpunkte, sind kaum vorhanden bzw. drohen weiter zu verschwinden. Dafür drängen neue Nutzungsformen, meist ohne Mehrwert für ein Dorfzentrum, in den zentralen Standort.


„Wir haben uns nach Zusammenfassung der Datengrundlage hauptsächlich an die vorgegebenen, zentralen Linien wie Straßen und Wiesenränder gehalten“, berichten die hauptverantwortlichen Architekten Bär, Gruber und Hein. Wie aus dem erstellten Modell und den Plänen ersichtlich ist, kann nun ein möglicher Dorfplatz, die Verkehrsführung, Verdichtung nach innen und vieles mehr definiert werden.



Positives Feedback
„Das vorliegende Konzept ist keine Handlungsanleitung zur sofortigen Umsetzung, sondern soll als Möglichkeitsstudie verstanden werden. Dies umso mehr, da bei Weitem nicht alle benötigten Grundstücke aktuell zur Verfügung stehen. Wir sehen es als Bausatz, aus dem man nach und nach einzelne Teile entnehmen und ausführen kann“, so das Architektentrio. Das Feedback der Anwesenden war jedenfalls überwiegend positiv und das Konzept wurde als gut durchdacht und sehr gefällig eingestuft. “Der nächste Schritt ist der hoffentlich positive Beschluss der Gemeindevertretung“, so der Bürgermeister. Danach sind noch weitere bürokratische Hürden zu nehmen, wie z.B. Baugrundlagen zu definieren. Bei den anschließenden Diskussionen standen das Architektenteam gerne Rede und Antwort, um einzelne Details zu erläutern. STO


