Nach Brandstiftung in Lustenauer Schule: 13-Jähriger in psychiatrischer Behandlung

Mutmaßlicher „Zünsler“ in der Buben-Toilette der Mittelschule Kirchdorf ist als Problemschüler bekannt.
Lustenau Am Donnerstag wurde die Feuerwehr zu einem Brandeinsatz in der Mittelschule Kirchdorf in Lustenau gerufen (die VN berichteten). Das Feuer konnte in der Buben-Toilette im zweiten Obergeschoss lokalisiert und schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen und 50 Personen zum Brandort aus, ebenso mehrere Streifen der Bundespolizei mit insgesamt 15 Beamten. Sämtliche Schüler und das Lehrpersonal wurden vorsorglich ins Freie gebracht.
Als Brandursache konnte Brandstiftung durch einen 13-jährigen Schüler festgestellt werden, der in der Toilette mit einem Feuerzeug ein Handtuch anzündete. Der Minderjährige ist geständig, das verwendete Feuerzeug konnte bei ihm sichergestellt werden. Nach Abschluss der Ermittlungen wird ein Bericht an die Staatsanwaltschaft und die Bezirkshauptmannschaft Dornbirn erfolgen.

Feuer bewusst gelegt
Wie die VN aus sicherer Quelle in Erfahrung brachten, handelt es sich bei dem 13-jährigen Tatverdächtigen um einen bekannten Problemschüler, der schon des Öfteren aufgefallen sei. Bei der Einvernahme durch die Polizei gab der Minderjährige an, das Feuer bewusst und in voller Absicht gelegt zu haben.
Die Brandermittler des Landeskriminalamtes sind in dem Fall nicht involviert, vielmehr hat sich der Familienkrisendienst des Vorarlberger Kinderdorfs des Schülers angenommen.
Der 13-Jährige nimmt derzeit nicht mehr am Unterricht teil, sondern befindet sich im Landeskrankenhaus Rankweil in psychiatrischer Behandlung.