Mauern wie die Erbauer von damals

Die Burgruine Blumenegg befindet sich in der nächsten Sanierungsetappe.
Thüringen Etwas unsanft aus ihrem Winterschlaf gerissen wurde die Ruine Blumenegg durch die Ruinenfachkräfte unter der Leitung von Jürgen Vallaster der Baufirma Wilhelm und Mayer, als sie vor Kurzem mit Maschinen und Bauhütte im Burghof auftauchten.
Wieder steht ein Sanierungsschritt an, diesmal hat die heurige Sanierungsetappe als Lehrlingsbaustelle begonnen.
Das Team saniert die Westmauer und die Nord-Ostseite der Kapelle. Die Lehrlinge wechseln wöchentlich, wobei diese Kosten die Baufirma als Sponsoring übernimmt. Die Sanierung ist an dieser Stelle notwendig geworden um die Sicherheit, auch für die Besucher, herzustellen und um diesen Platz einer späteren Nutzung zuzuführen. Diese Sanierungsstufe sollte bis Mitte April abgeschlossen sein, denn dann wird hier das Nature-Design-Camp unter der organisatorischen Leitung von Ingo Türtscher durchgeführt.

Kein Standard
Alessandro Furian, einer der Lehrlinge, der hier arbeitet, erklärt die Vorgangsweise: „Diese Arbeit hat mit herkömmlicher Maurerarbeit nichts zu tun, wir arbeiten hier nicht mit der Maurerkelle, wir bringen den Mörtel mit den Händen ein. Dann wird Stein für Stein ausgesucht und in die Mauerlücke eingebaut, wie es schon die Erbauer gemacht hatten.“
Diese Arbeit sei aufwendig und zeitintensiv, selbst die Mörtelmischungen wurden nach alten Rezepten hergestellt. Die Sanierung sollte dann längere Zeit halten. Begleitet wird diese Arbeit durch das Bundesdenkmalamt und Raimund Rhomberg. In weiterer Folge wird der Burgweg saniert. Die jährlichen aufwendigen Wegarbeiten, die durch starke Regenfälle immer wieder erforderlich sind, sollten damit ein Ende haben. HAB