Baum verhinderte Katastrophe bei Busabsturz in St. Anton am Arlberg

VN / 28.03.2023 • 13:23 Uhr
Der Bus war auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen und über den Fahrbahnrand geraten. <span class="copyright">Feuerwehr St. Anton am Arlberg</span>
Der Bus war auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen und über den Fahrbahnrand geraten. Feuerwehr St. Anton am Arlberg

Bus mit Chauffeur, Mutter und Kind als Insassen drohte die „Rosannaschlucht“ abzustürzen.

St. Anton am Arlberg Am Montag um 16 Uhr wurde die Feuerwehr von St. Anton am Arlberg mit der Horrormeldung „Bus Absturz Rosannaschlucht“ mittels Pager und Sirene zu einem Einsatz gerufen.

Ein Bus der tagtäglich durch das Verwalltal fährt, war auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen und über den Fahrbahnrad hinaus geraten.

Die Feuerwehr barg das Fahrzeug gemeinsam mit einem Abschleppdienst.
Die Feuerwehr barg das Fahrzeug gemeinsam mit einem Abschleppdienst.

Ein Riesenglück

Durch ein Riesenglück blieb der Bus mit drei Insassen knapp an einem Baum hängen. Wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtet, verhinderte ein knapp 30 Zentimeter dicker Baum, dass der Bus komplett abstürzte und sich im steilen Abhang überschlug. Das Fahrzeug blieb mit der hinteren Kante am Stamm hängen.

An der vierstündigen Bergung des Linienbusses waren zahlreiche Rettungskräfte in einem Großeinsatz beteiligt.
An der vierstündigen Bergung des Linienbusses waren zahlreiche Rettungskräfte in einem Großeinsatz beteiligt.

Feuerwehrkommandant Martin Raffeiner ist überzeugt, dass es schlimm geendet hätte, wäre der Bus nur 30 cm weiter talauswärts gewesen.

In dem Linienbus befand sich neben dem Busfahrer eine 50-jährige Mutter mit ihrem zehnjährigen Sohn. Die Frau wurde unbestimmten Grades im Schulter- und Halsbereich verletzt und traute sich nicht aus dem Fahrzeug. Der Fahrer und das Kind kraxelten aus dem kleinen Seitenfenster beim Führerstand und hatten sich bereits in Sicherheit gebracht, als die Rettungskräfte eintrafen. Nachdem der Bus abgesichert worden war, kannte dann der Notarzt zur Frau in den hinteren Bereich des Fahrzeugs klettern, sie medizinisch versorgen und aus dem Bus zurück auf die Straße begleiten.

Der Bus wurde mit großem Aufwand wieder auf die Straße gezogen.
Der Bus wurde mit großem Aufwand wieder auf die Straße gezogen.

Großeinsatz der Rettungskräfte

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren von St. Anton am Arlberg und Landeck, die Bergrettung, Notarzt, Polizei sowie das Rotes Kreuz. Im Anschluss wurde der Bus gemeinsam mit einem Abschleppdienst mit viel Aufwand wieder auf die Straße gezogen. Der Einsatz konnte nach rund vier Stunden abgeschlossen werden.