Mittelschule Nenzing wird heuer erweitert und saniert

Die Sanierung der Mittelschule Nenzing wurde coronabedingt verschoben. Nun wird im Sommer gestartet.
Nenzing „Wir sind hoch erfreut, dass mit dem Umbau unserer Schule nun begonnen wird.“ Die Direktorin der Mittelschule und Sportmittelschule Nenzing, Annette Walter, kann es kaum erwarten, bis für Schüler und Lehrer mehr Platz im Schulhaus bereitsteht. Das Schulhaus ist beengt: „Wir haben beispielsweise schon seit Jahren keinen Zeichensaal und auch keine Gruppenräume mehr zur Verfügung. Somit sind Klassenteilungen kaum möglich.“ Beim Bau des Schulgebäudes in den 60er-Jahren war Schallschutz kaum ein Thema. „Das bedeutet, dass sich Lärm am Gang auf das ganze Schulgebäude überträgt und das Arbeiten etwa auf Lerninseln im Gang immer wieder gestört wird.“

Start Anfang Juli
Edwin Gaßner vom Bauamt der Marktgemeinde weiß die Fakten zum Umbau: Der Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung wurde schon vor Corona gefasst – mit Beginn der Pandemie entschloss man sich aber, die Baumaßnahmen zeitlich nach hinten zu verschieben. Geplant wurde das neue Schulgebäude, das auf das pädagogische Konzept der „Clusterschule“ ausgerichtet wurde, vom Nenzinger Büro „Achammer Architektur Ziviltechniker GmbH“ in enger Zusammenarbeit mit einer Steuerungsgruppe. Jeweils vier Klassen werden dabei mit Gruppenräumen, Nebenräumen und einem Marktplatz zusammengefasst.
Insgesamt entstehen 14 Klassenzimmer mit Verwaltungstrakt und Spezialklassen, eine Erweiterungsmöglichkeit auf 16 Klassen ist angedacht. Neu gelöst werden müssen auch die Fluchtwegsituation sowie die Anforderungen an den Brandschutz im über 50 Jahre alten Schulgebäude. Um die Schule barrierefrei zu machen, wird zudem ein Lift eingebaut.

Zeitplan als Herausforderung
Es ist eine nicht zuletzt in Bezug auf die Zeitplanung herausfordernde Baustelle, soll doch der Schulbetrieb möglichst nicht gestört werden. „Gebaut wird in vier Bauetappen, wobei die erste rund 15 Monate andauert“, erläutert Edwin Gaßner. Während Schüler und Lehrer ihre Ferien genießen, wird das jetzige Verwaltungsgebäude abgebrochen, die Lehrerzimmer werden in Folge während der Bauphase in Container-Räumen untergebracht. Ebenfalls in den Ferien wird der Schulhof westseitig verlegt, damit die Bauarbeiten sowie der Schulbetrieb in den Folgemonaten kaum Berührungspunkte haben. „Das kommende Schuljahr wird sicherlich ein herausforderndes. Um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, werden wir aber beispielsweise den Eingang zum Turnsaal verlegen – so können wir dem Baustellenverkehr ausweichen“, erläutert Annette Walter das wohlüberlegte Konzept.


In weiterer Folge entstehen ein Zeichensaal und zwei zusätzliche Klassenzimmer. „Bis August 2024 soll die größte Etappe mit einer neuen Aula, Verwaltungs- und Lehrerräumlichkeiten, einem Marktplatz und vielem mehr abgeschlossen sein“, so Edwin Gaßner. Die Baukosten für die ersten Bauetappen beziffert Gassner mit neun Millionen Euro, wobei die Landesförderung zwischen 28 und 30 Prozent beträgt. Das Schönste aus Sicht der Schüler: Heuer dauern ihre Ferien um einige Tage länger, die Eltern wurden mit einem Info-Schreiben schon darüber informiert. EM

