Von großer Bedeutung für Mädchen

Einige Schulen in Vorarlberg bieten bereits Hygieneartikel an.
Feldkirch, Wolfurt Seit letzter Woche steht es fest, Monatshygieneartikel sollen an Vorarlbergs Landesschulen ab September zur Verfügung gestellt werden. Damit werden die Mädchentoiletten in den Mittelschulen, Polytechnischen Schulen sowie Berufsschulen ausgestattet. Junge Mädchen und Frauen können es sich nicht aussuchen, wann ihre Periode beginnt, da sie oft noch einen unregelmäßigen Zyklus haben. Für viele ist die Umsetzung ab kommendem Schuljahr ein Durchbruch, wie für Landesschulsprecherin Britta Kling (18). “Ich finde es extrem gut und bin ziemlich froh”, erzählt sie. Dem stimmt auch ihre Mitschülerin Mieke Horn (16) zu, die seit diesem Jahr ebenfalls in der Schülervertretung des Bundesgymnasiums Feldkirch mitwirkt.

“Das war in der ganzen politischen Arbeit, in der Mieke und ich uns engagieren, schon eine jahrelange Forderung gewesen, gratis Hygieneartikel an den Schulen zur Verfügung zu stellen”, erläutert Britta Kling. Dass es nicht mehr die Schülervertretung organisieren und der Elternverein finanziell unterstützen muss, darüber sind die Schülerinnen erleichtert.

“Ich glaube, es ist wichtig, dass es gratis ist. Toilettenpapier ist es ja auch. Gerade für die Personen, die es sich nicht leisten können”, sagt Mieke Horn. Aus diesem Grund hat das BG Feldkirch das Angebot schon seit einiger Zeit. “Es war uns immer extrem wichtig, dass so essenzielle Produkte für alle Menstruierenden zugänglich gemacht werden”, meint Kling.

Monatlich oder jeden zweiten Monat werden die Kästen in den Toiletten der Schule aufgefüllt. Dass es Bedarf dafür gibt, wird auch beim Besuch des Gymnasiums deutlich, fast alle Hygieneartikel waren weg, sodass die Schülerinnen gerade wieder auffüllen mussten.


In der Mittelschule Wolfurt gibt es ebenfalls Hygieneartikel für Mädchen. “Ich finde es wichtig”, sagt Lehrerin Giulia Engel (27). “Die Mädels gehen sehr offen mit dem Thema um. Ich war erstaunt. Als ich damals in der Schule war, war es nicht so, es war eher ein No-Go.” Seit einigen Jahren gibt es bereits das Angebot. Die Mittelschule übernimmt die Kosten. “Ich finde es wichtig, dass sie die Möglichkeit haben etwas zu holen, wenn sie es brauchen. Dazu kommen sie ganz einfach zu mir”, erklärt Engel. Denn meistens werden die Utensilien zuhause vergessen. Aus diesem Grund ist es gut, eine Anlaufstelle in der Schule dafür zu haben.
