Schrunser Litzkapelle erstrahlt in neuem Glanz

Die Litzkapelle an der Außerlitzstraße in Schruns wurde umfangreich restauriert und nun im Anschluss einer Lichterprozession gesegnet.
Schruns Mit dem vierstimmigen Stahlgeläute des Schrunser Münsters endete am Vorabend des Festes „Darstellung des Herrn im Tempel“, im Volksmund „Mariä Lichtmess“ genannt, die Messfeier ebendort. Gemeinsam mit dem Leiter des Pfarrverbandes Mittleres Montafon, Hans Tinkhauser, zogen die teilnehmenden Gläubigen anschließend in einer Lichterprozession zur restaurierten Litzkapelle, um diese zu segnen. Dort angekommen durchbrach dann auch noch die Kapellenglocke mit ihrem Wohlklang die Stille des romantischen Schrunser Winterabends. Ermöglicht wurde die Restaurierung des Kleinods durch die großzügige Mithilfe von Spendern, des Pfarrmoderators, des Pfarrkirchenrates (PKR) und des Mesners Markus Brugger.


Tatkräftige Mitarbeit
„Der PKR hat den alten Boden herausgerissen und den neuen verlegt“, erzählte der Seelsorger. Zudem wurde das Türmchen saniert und die Kapellenuhr in Gang gesetzt. Die Litzkapelle befindet sich an der Außerlitzstraße, an der Abzweigung nach Bartholomäberg, und steht unter Denkmalschutz. „Die Legende bringt die Entstehung der Kapelle mit dem Bildersturm im Zuge der Glaubenskonflikte im benachbarten Graubünden im 17. Jahrhundert in Zusammenhang. Das Gnadenbild soll in jener Zeit zur Sicherheit ins Montafon verbracht worden sein. Gesichert ist, dass der Wirt des gegenüberliegenden Gasthauses, Valentin Haselbander, die Kapelle 1688 gestiftet hat“, informierten die Montafoner Museen. SCO
