Anpfiff für neuen Sportplatz

VN / 23.01.2023 • 16:00 Uhr
Während das Klubheim bereits 2020 auf Vordermann gebracht wurde (im Bild noch vor der Sanierung) , ist nun der Fußballplatz an der Reihe.<span class="copyright"> ARchiv/Marktgemeinde</span>
Während das Klubheim bereits 2020 auf Vordermann gebracht wurde (im Bild noch vor der Sanierung) , ist nun der Fußballplatz an der Reihe. ARchiv/Marktgemeinde

Kunstrasen kommt weg, dafür wird der Rasenplatz deutlich vergrößert.

Frastanz Die Bagger sind derzeit in der Unteren Au in Frastanz allgegenwärtig: Nachdem im Herbst mit der Sanierung des Badesees begonnen und dieser ausgebaggert wurde, ist nun die Erweiterung und Umgestaltung der Sportplätze an der Reihe.

Mit dem offiziellen Spatenstich wurden vergangene Woche die Bauarbeiten in der Unteren Au offiziel gestartet. <span class="copyright">Marktgemeinde</span>
Mit dem offiziellen Spatenstich wurden vergangene Woche die Bauarbeiten in der Unteren Au offiziel gestartet. Marktgemeinde

So trafen sich vergangene Woche trotz des Wintereinbruchs Bürgermeister Walter Gohm, Geschäftsführer der Unteren Au Markus Burtscher, Bauamtsleiter Robert Hartmann, Bernhard Leitner vom Büro Adler sowie Hansjörg Gort und Christoph Loacker von den ausführenden Firmen zum traditionellen Spatenstich. Selbstverständlich waren auch Vertreter des Sportvereins – mit Obmann Markus Pedot an der Spitze – beim Startschuss der Bauarbeiten mit dabei.

Platz nach Überschwemmung kaum bespielbar

Rund 892.000 Euro wird die Marktgemeinde Frastanz in die Erneuerung und Erweiterung der Sportplätze sowie in die Flutlichtanlage investieren. Schon seit der Überschwemmung des Geländes im Jahr 2005 hat man sich beim Sportverein Frastanz für eine Verbesserung der Trainingsmöglichkeiten engagiert: Der Kunstrasenplatz war damals bis zu 40 Zentimeter unter Wasser und Schlamm „begraben“ und langfristig stark in Mitleidenschaft gezogen.

<span class="copyright">Archiv/HE</span>Während der Kunstrasenplatz nur in Ausnahmefällen genutzt wurde, litt der Rasenplatz unter der Mehrbelastung.
Archiv/HEWährend der Kunstrasenplatz nur in Ausnahmefällen genutzt wurde, litt der Rasenplatz unter der Mehrbelastung.

In den letzten Jahren wurde daher nur in Ausnahmefällen darauf trainiert. Die Spielfläche als solche fehlte aber, weil durch das Ausweichen auf den bestehenden Trainingsplatz derselbe entsprechend mehr belastet wurde. Schließlich trainieren am Sportplatz bis zu 250 Fußballerinnen und Fußballer: 160 davon sind Kinder in den elf Nachwuchsmannschaften des SV Frastanz. Außerdem hat man mit den Vereinen in der Nachbarschaft vereinbaren können, dass die Frastanzer dort bei Bedarf auf Kunstrasen trainieren dürfen.

Verzicht auf Kunstrasen

Nachdem ein Kunstrasen nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt kostspielig ist, entschied man sich daher, keinen neuen Kunstrasen anzulegen. „Auch das ökologische Argument hat im Verein mit den Jahren mehr und mehr Gewicht bekommen“, erklärt Vereinsobmann Markus Pedot. Mit dem Verzicht auf den Kunstrasenplatz entstand ein Gesamtkonzept, das auch den Umweltschutz überzeugte: Der Plastikrasen wird entfernt und die 4150 Quadratmeter Fläche – die einst vom Auwald abgezweigt worden sind – werden wieder der (Auwald-)Natur zurückgegeben.

Neben den Rasenplätzen wird auch das Angebot an Parkplätzen erweitert.  <span class="copyright">MG</span>
Neben den Rasenplätzen wird auch das Angebot an Parkplätzen erweitert. MG

Im Gegenzug kann der bestehende Rasenplatz am Ostrand der Anlage um fast 3000 Quadratmeter Richtung der bestehenden Parkplätze erweitert werden. Somit wird der Sportverein in Zukunft über drei automatisch bewässerte Trainingsplätze verfügen, auf denen vier bis fünf Mannschaften gleichzeitig trainieren können. Auf der größeren Gesamtfläche verteilt sich auch die Belastung der Böden besser. Doch auch die Besucher der Anlage können sich freuen, denn es auch einige neue Parkplätze – auch für E-Autos. Diese kommen sowohl den Besuchern des Naturbades Untere Au als auch des Sportvereins zugute.

Wärmepumpe statt Ölheizung

Ebenso ökologischer soll die Energieversorgung und Heizung der Sportanlage werden, wie die Marktgemeinde mitteilt. So ist die Installierung einer 100-kWp-Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Naturbad-Gebäudes vorgesehen.  Diese wird künftig die Energie für die Beregnungsanlage und die E–Tankstellen liefern. Außerdem ist der Austausch des zentralen Heizsystems im Naturbad-Kiosk, welches auch die SV-Klubräume erwärmt, geplant. Statt der Ölheizung wird eine Wärmepumpe  installiert. Diese wird ebenfalls über die neue Photovoltaik-Anlage mit Sonnenstrom betrieben.

Ab Herbst wieder bespielbar

Das Land Vorarlberg hat die Planungen nicht nur genehmigt, sondern beteiligt sich auch an den Kosten: Mit rund 140.000 Euro an Subventionen darf gerechnet werden. Je nach Witterung sind alle drei Sportplätze ab Herbst 2023 wieder bespielbar.

Rund 2,5 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren auch in die Generalsanierung des Naturbades investiert werden.  <span class="copyright">VN/Lerch</span>
Rund 2,5 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren auch in die Generalsanierung des Naturbades investiert werden.  VN/Lerch

Doch damit sind die Erneuerungen in der Freizeitanlage Untere Au noch nicht abgeschlossen. Denn das Naturbad wird generalsaniert. In den Jahren 2023/24 sind die Umkleiden, Toiletten und Duschen dran und bis zum Frühjahr 2025 soll der Kiosk neugestaltet werden. Dafür investieren die Gemeinden der Regio Im Walgau gemeinsam rund 2,5 Millionen Euro.