Sternsinger brachten den Segen ins Lustenauer Rheindorf

VN / 06.01.2023 • 15:40 Uhr
Nachdem alle verkleidet waren, ging es los.
Nachdem alle verkleidet waren, ging es los.

Caspar, Melchior und Balthasar gingen von Tür zu Tür und sammelten für Kinder in Kenia.

Lustenau „Ich darf zum ersten Mal eine Sternsingerin sein. Als König Melchior bringe ich den Menschen den Segen nach Hause und singe ihnen ein Lied vor“, erzählte Emilia Sillaber (8) aus Lustenau stolz. Sie ist eines von 67 Kindern, die in der ersten Jännerwoche als Heilige Drei Könige im Rheindorf durch die Straßen zogen und für Kinder in Kenia Geld sammelten.

Die Kinder waren mit Freude dabei.
Die Kinder waren mit Freude dabei.

Die Kinder freuten sich sehr, diese wichtige Aufgabe übernehmen zu dürfen und in die prachtvollen Gewänder der Heiligen Drei Könige zu schlüpfen. Täglich wurden sie am Nachmittag im Pfarrsaal verkleidet. Die samtenen und farbenfrohen Umhänge wurden ihnen über die Schultern gelegt, die Kronen aufgesetzt und dann ging es los. Nicole Martin, Pastoral-Assistentin der Erlöserpfarre, hat die zahlreichen Kinder und deren Begleiter koordiniert und ihnen die Routen im Rheindorf zugewiesen.

Aufmerksam hörten die Menschen den Heiligen Drei Königen zu.
Aufmerksam hörten die Menschen den Heiligen Drei Königen zu.

Die Heiligen Drei Könige besuchten in dieser Woche viele Menschen und brachten ihnen den Segen, der entweder in Form eines Aufklebers oder per Kreide an die Tür angebracht wurde. Die Schutzformel C+M+B steht dabei keineswegs für die Abkürzung „Caspar, Melchior und Balthasar“, sondern für „Christus Mansionem Benedicat“, was so viel wie: „Christus segne diese Wohnung“ bedeutet. Freudestrahlend standen die Hausbewohner vor den Kindern, hörten ihnen zu, klatschten und gaben ihnen eine Spende mit. „Ich bin überwältigt von der Großzügigkeit der Menschen“, bedankte sich Nicole Martin von der Pfarre. Sie ist dankbar, dass sie so viele Kinder und Begleiter für diese ehrwürdige Aufgabe gewinnen konnte.

Der abgekürzte lateinische Spruch wird an die Tür geschrieben.
Der abgekürzte lateinische Spruch wird an die Tür geschrieben.

„Ich finde es schön, den Menschen unser Lied vorzusingen. Das hat mir sehr gut gefallen“, erzählte Anton Vogel (8) aus Lustenau. Er war zwei Tage lang gemeinsam mit seinen Schulfreunden Tizian Heinzle und Kilian Schäfer unterwegs. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass sich viele über ihren Besuch gefreut haben. „Manche haben sogar schon auf uns gewartet“, so Anton Vogel. Für Nervenkitzel sorgte auch der eine oder andere Hund, der Gefallen an den Gewändern der Kinder hatte. „Ein Hund ist uns sogar nachgerannt“, erzählte Kilian Schäfer. Am Ende konnten alle stolz auf sich sein.

Nicole Martin, Pastorial-Assistentin, koordinierte die Sternsinger im Rheindorf.
Nicole Martin, Pastorial-Assistentin, koordinierte die Sternsinger im Rheindorf.

„Es ist eine wunderschöne Sache, als Heilige Drei Könige den Menschen etwas Gutes zu tun. Wir haben für Kinder in Kenia gesammelt und hoffen, dass wir ihnen mit den Spenden helfen können“, sagte Begleiterin Anna Vogel. BVS