Zwischenwasser greift auf Haushaltsrücklagen zurück

VN / 22.12.2022 • 11:00 Uhr
Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage will die Gemeinde im kommenden Jahr dennoch in Projekte investieren.
Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage will die Gemeinde im kommenden Jahr dennoch in Projekte investieren.

Voranschlag für 2023 von der Gemeindevertretung beschlossen.

Zwischenwasser Nach den schwierigen wirtschaftlichen Jahren 2021 und 2022 stehen die Vorzeichen für 2023 nicht wirklich besser. Inflation und Energiekrise machen auch vor Gemeindestuben nicht halt. So auch in Zwischenwasser, in dem die Gemeinde für das kommende Jahr Aufwendungen in der Gesamthöhe von rund 9,6 Millionen Euro und Erträge von 8,1 Millionen Euro budgetiert hat. Damit liegt der Voranschlag für 2023 um rund 600.000 Euro über dem Haushalt des laufenden Jahres. Dazu wird es auch zu einer Entnahme von Haushaltsrücklagen in Höhe von fast 1,6 Millionen Euro kommen. Neben der Entnahme gibt es auch eine Zuweisung in Höhe von 416.100 Euro und somit erwartet die Gemeinde am Ende des Jahres 2023 ein Nettoergebnis von Minus 335.400 Euro.

Rund 215.000 Euro sollen in die Instandhaltung des Frödischsaals fließen.
Rund 215.000 Euro sollen in die Instandhaltung des Frödischsaals fließen.

Investitionen

Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation wird in Zwischenwasser aber investiert, stehen doch wichtige Projekte und Investitionen auf dem Programm der Gemeinde. So sind rund 600.000 Euro für die Sanierung der Gemeindestraße Schmalzgasse im Ortsteil Batschuns und 500.000 Euro für die Instandhaltung des Kanals vorgesehen. Weiters sollen 215.000 Euro für die Instandhaltung des Frödischsaals aufgewendet werden, und 140.000 Euro wurden als Löschwasseranteil für die Wassergenossenschaft Batschuns budgetiert. Auch der Spielplatz beim Kindergarten Muntlix soll im kommenden Jahr erweitert werden und wurde mit 100.000 Euro im Voranschlag 2023 berücksichtigt. Zu den größten Ausgabeposten der Gemeinde zählen auch im kommenden Jahr wieder die Zahlungen für den Sozialfonds und den Spitalfonds sowie die Landesumlage.

“In Summe haben wir etwa eine Verschuldung von rund 5,3 Millionen Euro.”

Phillip Schöch, Amtsleiter

Auswirkungen auf Schuldenstand

Die Investitionen sind auch in den Gemeindefinanzen spürbar und auch die erhöhten Sozial- und Spitalsbeiträge, welche sicherlich auch aufgrund der Pandemie stark gestiegen sind, machen sich in Zwischenwasser bemerkbar. „Diese Zahlen haben natürlich Auswirkungen auf den Schuldenstand unserer Gemeinde. In Summe haben wir etwa eine Verschuldung von rund 5,3 Millionen Euro“, erklärt der Amtsleiter Phillip Schöch. MIMA