Hohenweiler: Was wirklich zur Explosion in einem Wohnhaus führte

Ehepaar nach Detonation in Wohnhaus unter Schock. Ursache lag nicht bei der Erdwärmeheizung.
Hohenweiler Es ist ein Bild wüster Zerstörung: Im Erdgeschoß und im Keller liegt das ganze Inventar in Fetzen. Am Dienstag kurz nach Mitternacht ließ ein gewaltiger Knall das Wohnhaus in Hörbranz erbeben.
Im Obergeschoß hielten sich die Hausbewohner, ein 43-jähriger Mann und seine 52-jährige Ehefrau auf. Sie blieben durch die Explosion glücklicherweise unverletzt.
„Viele Fragezeichen offen“
Psychisch wurde das Ehepaar jedoch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Am Dienstagvormittag standen die Leute noch fassungslos vor den Trümmern. „Wir stehen unter Schock“, sagte die 52-jährige Frau, die sich nicht weiter zu dem Vorfall äußern wollte, zu den VN. Nur so viel: „Wir können uns nicht erklären, warum das passieren konnte. Es sind noch zu viele Fragezeichen offen.“
Das Wohnhaus ist derzeit unbewohnbar, die Eheleute kamen laut Polizei bei Verwandten unter. Die Abklärungen zur Feststellung des genauen Unfallhergangs durch Experten der Abteilung Brandermittlung des Landeskriminalamtes wurden eingeleitet.

Defekte Gasflasche
Ursprünglich wurde vermutet, dass die Detonation durch ein im Heizraum ausgetretenes gasförmiges Kältemittel der Erdwärmeheizung ausgelöst wurde. Diese Annahme konnte jedoch bereits am Dienstagvormittag entkräftet werden. Die Brandermittler gehen nun davon aus, dass höchstwahrscheinlich eine im Heizraum gelagerte Gasflasche explodiert ist. Ob etwa ein undichtes Ventil die Ursache dafür war, kann laut Polizei aufgrund des Zerstörungsausmaßes nicht mehr geklärt werden.