Hunderte Sicherstellungen jede Woche

Seit dreieinhalb Jahren gibt es die Kontrollen im Landhaus und Bezirkshauptmannschaften.
Bregenz Nach der Bluttat an der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn schuf das Land für das Landhaus und die vier Bezirkshauptmannschaften Sicherheitsschleusen an. Seitdem stellen Wachleute sicher, dass niemand mit gefährlichen Gegenständen die Amtsgebäude betreten.
Im April 2019 zog das Land eine erste Bilanz: Bei wöchentlich 10.000 Personen, die beim Betreten der Amtsgebäude kontrolliert wurden, kam es zu etwa 500 Sicherstellungen von Gegenständen. Der Großteil davon seien Messer, doch auch verbotene Gegenstände wie Schlagringe.

Dreieinhalb Jahre später sind die Sicherheitsschleusen weiterhin ein fixer Bestandteil der fünf Amtsgebäuden. Die Lage wird derweil als entspannt und ohne Gefahrenpotential wahrgenommen, erklärt das Land Vorarlberg. Dennoch, ohne Abnahme von Gegenständen funktioniert es weiterhin nicht: In der Kalenderwoche 46 wurde nach Auskunft des Landhaus in allen fünf Gebäuden insgesamt 3353 Personen kontrolliert. Dabei kam es zu 312 Abnahmen.
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Dabei handle es sich aber meist um Alltagsgegenstände, die unbedacht mit sich geführt werden. Dies fängt an bei Taschenmessern, aber auch Werkzeuge wie Schraubenzieher und Stanleymesser, Nagelfeilen, Spraydosen und Glasflaschen müssen beim Eingang auf ihre Besitzer warten.
Eine kriminelle Absicht stehe dabei grundsätzlich nicht dahinter, betont das Land. Entsprechend hoch sei die Bereitschaft, die betroffenen Gegenstände für die Dauer des Amtsganges beim Eingang zurückzulassen.
Die Polizei brauche es entsprechend selten in den Bezirkshauptmannschaften. Anders sieht es bei Drogenfunden im Rahmen von Taschenkontrollen aus. In diesen Fällen wird die Exekutive herangezogen und Anzeige erstattet.