Am Kaiserstrand geht es Schlag auf Schlag

Sanierung des Prestige-Hotels läuft auf Hochtouren. Außenbereich wird komplett neu gestaltet.
Lochau Am Lochauer Kaiserstrand sind die Bagger aufgefahren. Das Hotel in Bestlage soll nach einer Geschichte voller Pleiten, Pech und Pannen bald in neuem Glanz erstrahlen. Die Arbeiten laufen jedenfalls auf Hochtouren.
“Wir befinden uns mit den Arbeiten im Zeitplan. Die Eröffnung ist im Mai 2023 geplant”, sagt Roland Pircher, Sprecher jenes Vorarlberger Konsortiums, das Ende des Vorjahrs die Immobilie, bestehend aus dem Seehotel samt herrlichem Badehaus, erworben hatte. Nach einem Findungsprozess der neuen Eigentümer sind die Sanierungs- und Umbauarbeiten längst angelaufen.

Hinter dem Bauzaun wird kräftig gewerkelt. So haben die Arbeiten mittlerweile auch den Außenbereich erreicht. Der Hotelpark wird neu angelegt. Drei Bäume und zahlreiche Streucher mussten ersetzt werden. Eine professionelle Landschaftspflege sei über Jahre ausgeblieben, der Park habe sich dadurch in einem verwahrlosten Zustand präsentiert, heißt es seitens der neuen Eigentümer.

Neben dem Hotelpark wird auch der Gastgarten neu gestaltet. Umgesetzt wird demnach eine archetektonische Gesamtlösung, die das prestigeträchtige Haus nach außen öffnen soll. Das Seehotel Kaiserstrand wird neu gedacht, will neben Hotelgästen auch Spaziergänger und Fahrradfahrer einbinden.

Die neuen Eigentümer – neben Roland Pircher zählen dazu auch der Oberländer Unternehmer Gerhard Rauch und der Immobilienentwickler Hermann Metzler – setzen auf die Handschrift renommierter Architekten und Hoteldesigner. Wobei sich das Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Gebäudes nicht verändert. Derzeit wird die Fassade komplett gereinigt und neu gemalt. Es handle sich um dieselbe Farbe. Das sei vom Denkmalschutz so vorgegeben, heißt es dazu vom Pressesprecher des Seehotels Kaiserstrand, Dieter Bitschnau.

Einblicke ins erneuerte Innere gibt es derweil noch nicht. Auch hier laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Die Zimmer erhalten ein optisches Update, die Küche wird komplett modernisiert. Neugestaltet werden auch Foyer und Restaurantbereich.

Die neuen Eigentümer lassen sich die Neugestaltung und Renovierung einiges kosten. Wie viel? Zum Investitionsvolumen wird nicht kommuniziert. Zu den Zielen schon. Das Haus soll das werden, was es immer schon hätte sein sollen, so Bitschnau. Ein echtes Schmuckstück an einem besonderen Ort mit einem einzigartigen Ambiente.

Dafür bedarf es reichlicher Imagepflege. Denn so richtig funktioniert hat der Hotelbetrieb seit dem Umbau 2008 dem Vernehmen nach nie. Pachtschulden, Insolvenz und ein Hauen und Stechen um die Zukunft des Areals hatten Ende 2021 für Schlagzeilen gesorgt. Auf das Prestige-Hotel in Bestlage sollten jetzt jedenfalls wieder bessere Zeiten zukommen.