So viel Geld mehr winkt den Polizeischülern

Grundgehalt beim Einstieg in den Exekutivdienst steigt ab 2023 deutlich.
Schwarzach, Wien Der Bund will den Polizeiberuf attraktiver machen. Mit der geplanten Novelle für den öffentlichen Dienst steigt das Grundgehalt beim Einstieg in den Exekutivdienst ab kommendem Jahr deutlich.

Im ersten Ausbildungsjahr steigt es um rund 140 Euro netto und im zweiten und abschließenden Ausbildungsjahr um rund 200 Euro netto.
Aufgrund der geplanten Besoldungsreform liegt das Einstiegsgehalt für Absolventen der Polizeischulen (in Vorarlberg die Sicherheitsakademie in Feldkirch Gisingen) künftig bei rund 2000 Euro brutto (derzeit ca. 1820 Euro). Im zweiten Ausbildungsjahr steigt das Gehalt auf bis zu 2600 Euro brutto (derzeit ca. 2250 Euro) an.
Mehr Attraktivität
“Mehr Geld für Polizeischülerinnen und Polizeischüler macht den Polizeiberuf noch attraktiver. Er ist abwechslungsreich, spannend und herausfordernd. Umso wichtiger ist, dass wir jetzt auch mehr Gehalt bieten können. Ich kann nur jeder und jedem empfehlen, sich bei der Polizei zu bewerben und Teil eines Teams zu werden, das täglich für die Sicherheit Österreichs arbeitet und in der Bevölkerung in allen Umfragen das höchste Vertrauen genießt”, sagte Österreichs Innenminister Gerhard Karner.
Mit der Besoldungsreform steigen gleichzeitig auch die Gehälter für Verwaltungspraktikanten, der klassische Einstieg in die Verwaltung im Bundesdienst. Hier gab es bisher in den ersten drei Monaten nur fünfzig Prozent des Gehalts. Künftig gibt es das volle Gehalt von Beginn an, das bedeutet etwa ein Einstiegsgehalt von rund 2300 Euro brutto. Die Dienstrechtsnovelle ist derzeit in Begutachtung und soll mit Jahresbeginn 2023 in Kraft treten.
“Auch bestehendes Personal berücksichtigen”
Sandro Wehinger, Landesvorsitzender der Vorarlberger Polizeigewerkschaft, kommentiert die Novelle gegenüber den VN mit deutlichen Worten: „Wir begrüßen diese bereits länger geplante Maßnahme. Es ist aber genauso wichtig, dass wir beste Voraussetzungen und auch eine entsprechende Entlohnung für das bestehende Personal schaffen.“
Denn neben all den neuen Recruiting Maßnahmen seien die besten Werbeträger für die österreichische Bundespolizei zufriedene und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betont Wehinger.