Warum der Jugendplatz in Schruns doch nicht kommt

Der Standort am Bahnhof für einen Skaterplatz und ein Jugendhaus ist aus dem Rennen. Nun soll beides in einer Nachbargemeinde verwirklicht werden. “Es ist eine zähe Partie”, räumt Bürgermeister Jürgen Kuster ein.
Schruns Eigentlich war es schon fix, doch jetzt sind das geplante Jugendhaus und der Skaterplatz am Bahnhof Tschagguns „aus dem Rennen“, wie Bürgermeister Jürgen Kuster verkündet.
“Schwieriger Standort”
Es gebe Probleme mit dem Lärmschutz und einen Interessenkonflikt mit den Nachbarn. Niemand hat etwas gegen die Jugendlichen, doch niemand will einen Jugendplatz direkt neben seinem Schlafzimmerfenster haben. Ein Jugendplatz erzeuge nun mal Lärm, wenn sich dort die Jugendlichen treffen, skaten und laut Musik hören. Ein Teil der Nachbarschaft fühle sich dadurch gestört und ist gegen den Jugendplatz. Auch Jürgen Kuster räumt ein, dass der Platz am Tschaggunser Bahnhof ein „schwieriger Standort“ sei, dies habe auch ein Lärmgutachten bewiesen. Die Jugendlichen wollen auch nicht, dass langjährige Bewohner ihretwegen ausziehen müssen, nur damit sie dort skaten können. Das Miteinander ist ihnen wichtig, bestätigt Kuster.
„Ich kann nicht mit Biegen und Brechen den Standort weiterverfolgen, doch ein Platz im Nirwana macht für die Jugend auch keinen Sinn“, sagt der Bürgermeister. Als Übergang kann die Offene Jugendarbeit die Minirampe bei den Tennishallen in Tschagguns nutzen, doch die Montafoner Gemeinden sind bereits an einer Alternative dran. „Ich bin optimistisch, dass uns das gelingen wird“, so Kuster. Im Gespräch ist der Standort in einer Nachbargemeinde. Alle Montafoner Gemeinden zahlen am neuen Jugendplatz und -haus mit, weshalb diese zentral im Tal liegen sollten. „Das ist eine zähe Partie. Ich habe es mir leichter vorgestellt“, so Kuster. VN-JUN