Bludenzer Bauhof wird erweitert

VN / 30.09.2022 • 08:00 Uhr
Beim Spatenstich waren Vertreter der Stadt, des Architekturbüros Ender und von Tomaselli Gabriel Bau anwesend.<span class="copyright">Stadt BLudenz</span>
Beim Spatenstich waren Vertreter der Stadt, des Architekturbüros Ender und von Tomaselli Gabriel Bau anwesend.Stadt BLudenz

Der Spatenstich für das PPP-Modell (“Public Private Partnership” zwischen Stadt Bludenz und der Firma WERIT) ist erfolgt. Die Inbetriebnahme wird für das Frühjahr 2023 erwartet.

Bludenz Herbstzeit ist Bauzeit. Einmal mehr trifft das auf die Alpenstadt Bludenz zu. Nachdem vor wenigen Tagen der Spatenstich zur Erweiterung der Volksschule Mitte erfolgte, war gestern der Bauauftakt zu einer weiteren wichtigen städtischen Infrastruktur: Der Werkhof in der Klarenbrunnstraße wird deutlich erweitert.

Nicht nur die Stadt Bludenz ist gewachsen, sondern auch die Anforderungen und Aufgaben des städtischen Bauhofes. Das wichtigste Infrastrukturgebäude der rund 30 Bauhofmitarbeiter ist der Werkhof Klarenbrunn. In den vergangenen Jahren ist der Platz dort immer enger geworden. Deshalb suchte die Stadt nach sinnvollen Erweiterungsflächen. „Leider konnten wir auf der Fläche des Werkhofes keine Erweiterung mehr durchführen. Wir sind aber mit dem Besitzer einer benachbarten Liegenschaft handelseins geworden und haben eine für alle befriedigende Lösung gefunden“, zeigt sich Bürgermeister Simon Tschann anlässlich des Spatenstiches erleichtert über den eingeschlagenen Weg.

Die Firma concrete 3D GmbH stellte ihr Pilotprojekt in Form eines 3D-Drucks vor. <span class="copyright">Stadt Bludenz</span>
Die Firma concrete 3D GmbH stellte ihr Pilotprojekt in Form eines 3D-Drucks vor. Stadt Bludenz

Der Grundeigentümer (die WERIT GmbH) wird auf eigene Kosten ein schon bei der Planung auf die Anforderungen der Stadt abgestimmtes Gebäude errichten. Nach der Fertigstellung wird dieses dann durch die Stadt Bludenz angemietet. „Damit können wir unseren Mitarbeitern bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre Aufgaben, die sie täglich für alle Bludenzerinnen und Bludenzer erfüllen, bieten“, ist Joachim Weixlbaumer als Obmann des Hochbauausschusses überzeugt. „Wir erwarten uns durch die Nähe zum bestehenden Werkhof zusätzliche Synergien und können andere Flächen, die wir nun nicht mehr benötigen, neu nutzen“, zählt Bürgermeister Simon Tschann einen weiteren Pluspunkt auf.

Architektonische Besonderheit

Das Architekturbüro Atelier Ender hat in enger Abstimmung mit den städtischen Abteilungen ein Funktionsgebäude samt Außenflächen angrenzend an den Werkhof Klarenbrunn geplant. Eine architektonische Besonderheit stellt die Konstruktion des Flachdachs dar. Mit Hilfe modernster 3D-Drucktechnik der Firma concrete 3D GmbH (es handelt sich hier um ein Pilotprojekt) wird das Dach aus einzelnen Elementen zusammengebaut. Unter dieser Flachdachkonstruktion werden nun Garagen, Lagerflächen, Manipulations-, Arbeits- und Abstellflächen geschaffen. Auch Abstellboxen für die städtischen Müllfahrzeuge mit einer neuen Luftfilteranlage werden errichtet und die Stadtgärtner erhalten im Rahmen dieses Projektes einen neuen Arbeitsplatz. Geht alles nach Plan, sollte die Bauhoferweiterung im Frühjahr 2023 in Betrieb gehen. Rund eine Million Euro wird das Bauvorhaben kosten.