Bald mehr Durchblick bei Augenärzten

VN / 22.09.2022 • 19:00 Uhr
<p class="caption">Es könnte rasch wieder einfacher werden, einen Termin beim Augenarzt zu bekommen.</p>

Es könnte rasch wieder einfacher werden, einen Termin beim Augenarzt zu bekommen.

Entspannung bei Stellenbesetzung auch in der Allgemeinmedizin.

Dornbirn Die Sicherung der medizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich ist ein zähes Stück Arbeit. Oft müssen unbesetzte Kassenvertragsstellen mehr als einmal ausgeschrieben werden. Nun könnte mit dem Modell von Ärztezentren, wie es sie schon bei Kinderärzten in Dornbirn und Feldkirch gibt, ein Schlüssel zur Lösung des Problems gefunden sein.

Wie der derzeitige ÖGK-Landesstellenvorsitzende Manfred Brunner auf VN-Nachfrage bestätigte, soll es in Dornbirn ein Ärztezentrum für Allgemeinmedizin geben. Dort fehlen ab Oktober pensionsbedingt gleich drei Praktiker, die große Ordinationen hinterlassen. „Es gab bereits Gespräche mit der Stadt“, berichtet Brunner von einem positiven Verlauf. Was noch fehlt ist eine adäquate Immobilie.

Mitarbeit im Spital

Viel tut sich außerdem bei den Augenärzten. Für vier der sechs vakanten Stellen gibt es bereits fixe Zusagen, für eine einen Interessenten. Im Bregenzerwald hat ein Augenarzt seine Arbeit schon aufgenommen. Er wird laut dem ÖGK-Landesvorsitzenden zudem bei Katarakt-Operationen im Landeskrankenhaus Feldkirch mithelfen. Die notwendige Einigung mit den Krankenhausträgern liegt vor. Beim Grauen Star trübt sich die Linse meist als Folge des Alterungsprozesses immer mehr ein. Die einzig wirksame Behandlung ist ein Ersatz der trüben Linse durch eine neue, künstliche Linse. Der Einsatz des niedergelassenen Arztes soll dazu beitragen, die langen Wartezeiten zu minimieren. In Dornbirn eröffnet im Oktober einen neuen Augenarzt seine Praxis, in Bludenz und Feldkirch soll das im ersten Quartal 2023 der Fall sein. Für die Kassenstelle in Hohenems besteht ebenfalls Interesse. Offen ist noch Rankweil. Alles in allem sei die Entwicklung bei den Augenärzten als sehr positiv zu bewerten, resümiert Manfred Brunner.

Zentrumslösung für Talschaft

Für das Kleinwalsertal zeichnet sich ebenfalls eine Zentrumslösung nach dem Vorbild der Kinderärztezentren ab. Die Talschaft verfügt über drei Allgemeinmediziner. Nachdem ein Kollege in Pension ging drohte ein, wie Brunner sagt, echter Engpass. Der konnte jedoch abgewendet werden. Das Ärztezentrum sei in Umsetzung. Über die Wintermonate helfen Partnerärzte aus dem Allgäu aus. Wo es allgemeinmedizinisch personell noch hakt ist in Wolfurt, Feldkirch und Rankweil. „Da sind wir intensiv am Suchen“, versichert Manfred Brunner. Bei Ärztezentren unterstützt die aks Gesundheit den Praxisstart und übernimmt dann den organisatorischen Betrieb, sodass sich Ärzte ganz auf ihre medizinische Tätigkeit konzentrieren können. Die Gründungsphase wird durch den Innovationsfonds der ÖGK finanziert. Auch das Rheindelta bekommt, wie berichtet, ein Ärztezentrum für Allgemeinmedizin.