„Die schönste Art zu lernen“

VN / 02.09.2022 • 13:30 Uhr
Künstler mit Kindern und Jugendlichen zusammenzubringen, das ist das Ziel.<span class="copyright">Double-Check</span>
Künstler mit Kindern und Jugendlichen zusammenzubringen, das ist das Ziel.Double-Check

Der Verein Double Check will Kunst und Kultur nachhaltig mit Bildung vereinen.

Hohenems Beim Verein „Double Check. Netzwerk für Kultur und Bildung“, der von Bund und Land getragen wird, stehen Kinder und Jugendliche vom Kindergarten über die Schule bis hin zur Lehre im Fokus. Da Kreativität innerhalb eines Rahmens leichter gelinge, wurden verschiedenste Angebote sowie Formate zur Förderung von Kunst und Kultur im Bildungsbereich ins Leben gerufen.

Kunst-Impuls und Buntes Duo

Mit dem Kunst-Impuls werden ab Herbst Kunstschaffende und Kulturaktive, die darauf brennen mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, auf der Homepage von Double Check sichtbar. Dadurch soll eine Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme geschaffen werden. Kooperationen werden mit bis zu 1500 Euro gefördert.

Buntes Duo fördert die Zusammenarbeit einer Bildungseinrichtung und einer Kultureinrichtung. Sie sollen in ein- oder zweijährigen Partnerschaften kontinuierlich zusammenarbeiten und den Zugang zur jeweils anderen Lebenswelt ermöglichen. Ziel sei es, langfristig Beziehungen zwischen Bildungs- und Kultureinrichtungen anzuregen und zu etablieren. „Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen – für beide Seiten“, steht für Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check fest. Schulterschlüsse werden mit 3000 Euro pro Jahr gefördert. 

Kulturschaffende und Kulturaktive, die darauf brennen mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sollen auf der Homepage sichtbar gemacht werden.
Kulturschaffende und Kulturaktive, die darauf brennen mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sollen auf der Homepage sichtbar gemacht werden.

Breites Band an Angeboten

Mit dem Kultur-Abo sollen die Programme von Kulturinstitutionen sichtbar und leicht buchbar gemacht werden. Dazu gibt es jeweils vier Termine, bei mindestens einem Termin kommt ein Kulturvermittler in die Bildungseinrichtung. Folgende Abos können ab Schulstart bereits gebucht werden: Das Vorarlberg Museum, das Skyspace Lech, das Jüdisches Museum sowie das Landestheater Vorarlberg.

Zudem haben alle Schulklassen Zugang zu Freifahrttickets innerhalb von Vorarlberg. „Somit ist jede angemeldete An- und Rückreise zu Kulturstätten mit Bus und Bahn kostenlos. Früher gab es nur eine limitierte Anzahl an Freifahrten, ab diesem Jahr wurde die Limitierung aufgehoben“, erklärt Greußing. Alle Ziele der Freien Fahrt zur Kultur sind bald auf der Homepage von Double Check aufgelistet.

Dank der „Freien Fahrt zur Kultur“ sind angemeldete An- und Rückreisen zu Vorarlberger Kulturstätten für Schulklassen kostenlos.
Dank der „Freien Fahrt zur Kultur“ sind angemeldete An- und Rückreisen zu Vorarlberger Kulturstätten für Schulklassen kostenlos.

„Ab Herbst wird es den Kultur-Kalender auf unserer Homepage geben, um alle relevanten Termine und Informationen einfach abrufbar zu machen“, erklärt die Geschäftsführerin. Zudem werden auf den sozialen Medien von Double Check Tagungen, Wettbewerbe sowie Events gepostet. „Wir glauben daran, dass Menschen sich real begegnen müssen und daraus neben Beziehungen auch die großartigsten Ideen entstehen. Dazu wird es Vernetzungstreffen mit Kunst- und Kulturaktiven, Pädagogen, Kindern und Jugendlichen geben“, freut sich Melanie Greußing.

„Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen – für beide Seiten.“

Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check

Die Schultheatercoaches Michael Schiemer und Markus Riedmann werden weiterhin kostenfrei bei Theaterprojekten an Schulen unterstützen, Workshops für Lehrpersonen geben, Auftrittskompetenz trainieren sowie theatrale Zugänge zu den Themen Sozialverhalten, Gewalt- und Mobbingprävention öffnen.

Melanie Greußing studierte Kunstpädagogik und Textil-Kunst-Design an der Kunstuniversität in Linz. Später war sie als Ausbildnerin an der Kunstuniversität sowie als Kuratorin im Salzburger Museum tätig.
Melanie Greußing studierte Kunstpädagogik und Textil-Kunst-Design an der Kunstuniversität in Linz. Später war sie als Ausbildnerin an der Kunstuniversität sowie als Kuratorin im Salzburger Museum tätig.

Bei Double Check plus Bundesdenkmalamt (BDA) solle die kulturelle Bedeutung von Handwerk in den Fokus gerückt und Lehrlinge für historische Bausubstanz sensibilisiert werden. Denkmalpfleger vom BDA werden in die Berufsschulen gehen, informieren und Exkursionen leiten. Historische Handwerkstechniken werden gemeinsam mit ausgebildeten Handwerkern und Restauratoren erprobt werden. Das Projekt starte im Herbst in der Landesberufsschule Dornbirn 1.

„Damit auch Lehrlinge an Vorarlbergs Berufsschulen nicht zu kurz kommen, wird mit Double Check plus Bundesdenkmalamt bzw. Double Check plus K3-Projekte die kulturelle Bedeutung von Handwerk sowie Kulturvermittlung an Lehrlinge in den Fokus gerückt“, informiert die Geschäftsführerin. 

Lernende sollen selbst schaffen, ausprobieren und testen können.
Lernende sollen selbst schaffen, ausprobieren und testen können.

Lesen Sie morgen in Teil 6 der VN-Schulserie:

Schulmedizinisches Thema: Zahnprophylaxe für Schüler.