Laterns investiert in die Erhaltung der Infrastruktur

VN / 14.03.2022 • 16:30 Uhr
Als Kleingemeinde hat Laterns nur beschränkte Einnahmemöglichkeiten. <span class="copyright">MIME</span>
Als Kleingemeinde hat Laterns nur beschränkte Einnahmemöglichkeiten. MIME

Schwerpunkt liegt 2022 wieder in der Straßensanierung sowie in notwendigen Instandhaltungen.

Laterns Wie vielerorts werden auch in Laterns die Gemeindefinanzen in diesem Jahr wieder von der Coronalage bestimmt und spiegeln sich vor allem in einem Rückgang der Tourismuseinnahmen wider. Demgegenüber hat die Gemeinde aber stetig steigende Fixkosten zu tragen, wogegen die Einnahmemöglichkeiten aus dem Gewerbe sehr beschränkt sind. „Trotzdem möchte ich betonen, dass unsere Gemeindebürger trotz der angespannten Finanzlage keine Einbußen in ihrer Lebensqualität zu befürchten haben, zumal sich die heuer geplanten Investitionen auf notwendige Ausgaben in das Gemeinwohl konzentrieren“, blickt Bürgermeister Gerold Welte in das laufende Jahr.

Lebensqualität

Dabei haben bereits die Investitionen ins Gemeinwohl in den vergangenen Jahren – angefangen vom Neubau der Volksschule mit Dorfsaal über die Abwasserentsorgung bis hin zum Ausbau und zur Instandhaltung des Wasserversorgungsnetzes – Löcher ins Laternser Gemeindebudget geschlagen, die bis heute gestopft werden wollen. Dazu steigen auch jährlich die vom Land vorgeschriebenen Beiträge an den Spital- oder Sozialfonds erheblich. 2022 sind Fixkosten in Höhe von rund 1,44 Millionen Euro budgetiert, wobei hier auch Beitragszahlungen in den Bereichen Bildung und Öffentlicher Personennahverkehr eingeschlossen sind. „Oberstes Ziel ist es allerdings, die Lebensqualität in unserer Gemeinde aufrecht zu erhalten – Investitionen in Bereiche wie Infrastruktur oder Bildung haben deshalb Priorität“, so Welte.

Steigende Personalkosten

Bei den Investitionen liegt der Fokus in diesem Jahr bei der grundlegenden Erhaltung der Infrastruktur und damit der Lebensqualität in der Gemeinde. Im laufenden Voranschlag sind dazu rund 230.000 Euro für Investitionen in die bestehende Infrastruktur vorgesehen. So fließen etwas 50.000 Euro in die Instandhaltung der Abwasserentsorgung und Pumpwerke, 40.000 Euro in die Wasserversorgung und rund 90.000 Euro sind für die Instandhaltung von Gemeindestraßen und Wanderwegen erforderlich. In weiterer Folge kommt es aufgrund des steigenden Arbeitsaufwandes auch im Bereich der Gemeindeverwaltung zu steigenden Personalkosten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von etwa sieben Prozent.

Tourismus forcieren

Auf der Einnahmenseite sieht sich die Gemeinde mit beschränkten Einnahmemöglichkeiten konfrontiert. Wie in anderen Kleingemeinden auch, fehlt es in Laterns an großen Betrieben und an einer ausgeprägten Industrielandschaft. Vielversprechender sieht es jedoch im Tourismusbereich aus. „Trotz anfänglichen Schwierigkeiten konnte das JUFA Hotel Laterns von Juli bis November beachtliche 7500 Nächtigungen verzeichnen“, erklärt Bürgermeister Welte, dass durch solche Investitionen auch nachhaltig höhere Einnahmen wie Gästetaxen, Kommunalsteuern und Tourismusbeiträge zu erwarten sind. Dazu sollen auch weitere Forcierungen im Bereich Tourismus die Gemeinde Laterns langfristig auf eine stabilere wirtschaftliche Basis stellen, wie das Gemeindeoberhaupt berichtet. MIMA