Diese Regeln gelten 2022 bei den Sternsingern

Die Heiligen drei Könige dürfen 2022 wieder singen, jedoch nur im Freien.
Schwarzach Im letzten Jahr zogen Kaspar, Melchior und Balthasar trotz Lockdowns von Haus zu Haus, um den Segen für das neue Jahr zu bringen und für Notleidende in aller Welt zu sammeln. Dort, wo die Heiligen drei Könige unterwegs waren, wurden sie überall positiv aufgenommen, informiert Michael Ströhle, Organisator der Dreikönigsaktion in Vorarlberg. Da es verboten war, zu singen, übermittelten sie den Segen mit Sprüchen. Diesmal sind die Rahmenbedingungen trotz strenger Coronaregelungen wieder besser, betont Ströhle. “Wir sind gut vorbereitet, sodass die Aktion unter sicheren Umständen durchführbar ist.” Österreichweit werden rund um den 6. Jänner insgesamt 85.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch die Straßen ziehen, in Vorarlberg sind es über 3000, dazu kommen 1500 Ehrenamtliche als Begleitpersonen. Heuer sammeln die Sternsinger für die indigenen Völker in Brasiliens Regenwald und damit für den Erhalt der “grünen Lunge der Erde”. Im Jahr 2021 wurden in Vorarlberg über 740.000 Euro gesammelt.
Singen nur im Freien
Für die nächstjährige Dreikönigsaktion wurde wieder ein detailliertes Hygienekonzept ausgearbeitet, zudem sei man mit den Gesundheitsbehörden und anderen Experten in Kontakt. Gesetzlich gelte für die Sternsingergruppen die 3G-Regelung. “Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir aber 2G, am besten mit zusätzlichen Testungen”, betont Ströhle. Man stelle genügend Selbsttests zur Verfügung, damit alle Geimpften und Genesenen sowie alle unter Zwölfjährigen die Möglichkeit haben, sich zu testen. Die Sternsinger dürfen ihrem Namen wieder gerecht werden. “Wir empfehlen aber, nur im Freien oder nur mit großem Abstand zu singen. In Innenräumen sollte der Segen nur mit Sprüchen übermittelt werden. In geschlossenen Räumen gilt zudem die Maskenpflicht”, erklärt Ströhle.

Die Vorbereitungen zur Dreikönigsaktion, die Ende Dezember startet, sind in manchen Pfarren schon angelaufen. Auch dort gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen, um Ansteckungen zu vermeiden. So sind Vorbereitungstreffen nur mit höchstens 25 Personen erlaubt, es gilt die 2G-Plus-Regelung. Sternsinger, die aus unterschiedlichen Haushalten kommen, müssen einen Zweimeterabstand wahren. Der Motivation der Heiligen drei Könige tut das jedoch offenbar keinen Abbruch. Die Kinder und Jugendlichen sind schon voll motiviert und freuen sich, dass es bald wieder losgeht.