VN-Wanderserie: Gipfeltour auf Davenna und Zwölferkopf über Wasserfall-Klettersteig

Begleitet von Schmetterlingen und an Wasserfällen und Wildblumenwiesen vorbei geht es hoch auf die zwei Gipfel.
St. Anton Was gibt es Erfrischenderes, als bei den warmen Temperaturen direkt an einem Wasserfall entlang zu klettern? Diese Möglichkeit hat man beim Klettersteig St. Anton im Montafon. Da der reine Klettersteig für weniger Erfahrene eine Stunde, für Erfahrene eine halbe Stunde dauert, eignet sich die Tour perfekt für den Feierabend. Runter geht es über einen Waldweg, der unten wieder auf den Zustieg zum Klettersteig stößt. Von dort aus geht es wieder zurück zum Wanderparkplatz an der Landesstraße, direkt (von Lorüns aus gesehen) hinter dem Gemeindeamt. Mit der Schwierigkeit C/D ist der Klettersteig, der in der Mitte mit zwei Seilbrücken trumpft, etwas anspruchsvoller, aber aufgrund seiner Kürze (190 Höhenmeter Unterschied) durchaus machbar.
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Wir gehen nach dem Ausstieg des Klettersteigs nicht wieder nach unten ins Tal, sondern weiter hoch zum Zwölferkopf und zur Davenna. Übrigens: Der Klettersteig kann auch bequem umgangen werden, indem man den normalen Wanderweg benutzt, über den die Klettersteiggeher und auch wir sowieso am Ende wieder absteigen müssen. Nach einer wunderschönen Wildblumenwiese am Berghang, umrandet von Bäumen, mündet der Pfad in einen etwas breiteren, flacheren Weg. Der Wald spendet Schatten, der rauschende Bach unterhalb des Weges gibt weitere Kühle ab. Nachdem wir eine Holzbrücke und damit den Bach überquert haben, taucht links neben uns ein weiteres Bächlein auf. Über einen schmalen Wanderpfad gelangen wir zur Kreuzung „Graves Mühle“, wo ein altes Holzhaus steht. Von dort folgen wir den Schildern in Richtung Davenna und Valleu Kapelle.



Auf einer weiteren Blumenwiese hinter der „Graves Mühle“ und anschließend auf einem breiteren Fahrweg am Sonnenhang von St. Anton werden wir von unzähligen kleinen, bunten Schmetterlingen begleitet. Wir lauschen der Natur, genießen für einen kurzen Moment die Aussicht ins Montafon und beobachten die Schmetterlinge, wie sie um unsere Füße tanzen. Ab der Kreuzung „Valleu“ muss man sich wieder mehr anstrengen, denn ab hier wird der Pfad steiler. Hohe Gräser streifen unsere Beine, als wir eine Alpwiese durchqueren. Der Pfad ist weniger ausgetreten und begangen als andere in der Umgebung, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass die Davenna und der Zwölferkopf bei den Touristen weniger bekannt sind. Wer lieber einen Rundweg gehen möchte, der kann von Bartholomäberg aus starten. Hier kommt man auf dem Rückweg am Rellseck vorbei.


Oben am Sattel halten wir uns links. Von dort aus sieht man schon das Gipfelkreuz des Zwölferkopfes. Der kurze, unmarkierte und ungesicherte Weg dorthin ist nur etwas für Trittsichere und Schwindelfreie, denn eine Stelle ist etwas ausgesetzt. Auch sonst braucht man das ein oder andere Mal seine Hände, um sich hochzuziehen oder abzustützen. Nachdem man das Stück wieder abgestiegen ist, geht es noch auf den zweiten Gipfel dieser Tour – die Davenna, mit Blick in den Walgau, das Klostertal, ins Montafon und auf Bludenz.

