VN-Wanderserie: Leichte Gratwanderung auf dem Dornbirner First

VN / 13.06.2021 • 05:37 Uhr
VN-Wanderserie: Leichte Gratwanderung auf dem Dornbirner First
Auf dem Grat zur Mörzelspitze. Die Wege dort oben sind gut zu gehen. SOPHIA SCHULTZ

Über abwechslungsreiche Wege geht es auf die Mörzelspitze im Bregenzerwaldgebirge.

Dornbirn Dieses Mal steht eine kleine, einfache Gratüberschreitung auf dem Dornbirner First an. Anders als bei den früheren Wanderungen fahren wir hier mit dem Bus zum Startpunkt. Von der Karrenseilbahn geht es mit dem Bus (2,20 Euro pro Fahrt) in Richtung Ebnit. An der Haltestelle „Niedere“ steigen wir aus und folgen den Schildern, die uns zur Mörzelspitze führen, einem 1830 Meter hohen Berg, der sich auf der Gemeindegrenze zwischen Dornbirn und Mellau befindet und offiziell zum Bregenzerwaldgebirge gehört.

Blick auf den Staufen und den Bocksberg.
Blick auf den Staufen und den Bocksberg.
Breite Schotterwege wechseln mit schmalen, steilen Wanderpfaden ab.
Breite Schotterwege wechseln mit schmalen, steilen Wanderpfaden ab.

Nachdem wir die Straße hinter uns gelassen haben, biegen wir von einem breiten Schotterweg auf einen steilen, schmalen Pfad durch den Wald ab. Der Weg führt uns direkt zur Kobelalpe, wo schon die ersten Biker ihre Rast einlegen. Das Gebiet rund um Ebnit ist nämlich sehr beliebt bei Mountainbikern. Vorbei an der von Wäldern und Wiesen eingebetteten Kobelalpe, die dienstags Ruhetag und dafür am Wochenende sogar schon ab 10 Uhr offen hat, geht es auf einem breiteren Schotterweg weiter. Generell wechseln sich auf dem Rundweg breite Wege mit schmalen Wanderpfaden ab, sodass es einem nie langweilig wird. Nach dem Gütler Bergheim führt wieder ein steilerer Pfad bergauf, der schon bald von einem Bergbach durchtrennt wird. Entweder geht man barfuß durch das kühle Wasser oder versucht, mit wasserdichten Bergschuhen trocken rüberzukommen.

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Die Kobelalpe lädt zur Einkehr ein. In diesem Gebiet sind auch viele Mountainbiker unterwegs.
Die Kobelalpe lädt zur Einkehr ein. In diesem Gebiet sind auch viele Mountainbiker unterwegs.

Wenn man dann das erste Kreuz erblickt, darf man sich nicht zu früh freuen. Denn dieses erste Kreuz auf der Rundtour steht nur unbedeutend auf einer Anhöhe mit Aussicht auf den Karren, Staufen, Schwarzenberg und Bocksberg, während sich der eigentliche Gipfel erst dahinter gen Himmel streckt. Seitlich am Hang entlang geht es dann hinauf zur Goselarspitze auf 1791 Metern. Ab hier beginnt der Grat, der aber nicht stark exponiert ist und eigentlich für jeden Wanderer machbar sein dürfte. Es gibt auf dem Dornbirner First gut ausgebaute Wanderwege, jedoch sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit von Vorteil.

Auf der Goselarspitze mit Blick zum Bodensee.
Auf der Goselarspitze mit Blick zum Bodensee.
Der leichte Gratweg.
Der leichte Gratweg.

Weiter geht es entweder überm Leuenkopf oder kurz unterhalb von ihm zur Mörzelspitze, die schon von Weitem sichtbar ist. Dort angekommen begrüßt uns das Gipfelkreuz mit den Worten „Gott zum Gruß“. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf das Bregenzerwaldgebirge, das Rheintal und den Bodensee. Wir machen eine ausgiebige Rast, bevor es auf der anderen Seite des Gipfels steil hinuntergeht. Etwas weiter unten geht man direkt auf den Alpkopf zu, der je nach Können auch noch erklommen werden kann. Wir aber gehen weiter abwärts, teilweise an der Gunzen­ach/Kobelach entlang, zurück bis zur Bushaltestelle.

Kurz unterhalb der Mörzelspitze.
Kurz unterhalb der Mörzelspitze.
Am Gipfelkreuz der Mörzelspitze angekommen. Im Hintergrund das Rheintal und der Bodensee.
Am Gipfelkreuz der Mörzelspitze angekommen. Im Hintergrund das Rheintal und der Bodensee.

Wichtig zu wissen: Während wir wandern, befinden wir uns im Naturschutzgebiet, das sich vom Rheintal bis zum Dornbirner First, Hohen Freschen, Portlahorn und zur Löffelspitze erstreckt. Mit 7676 Hektar Fläche ist dieses Naturschutzgebiet das größte in Vorarlberg. Hier leben unter anderem Steinadler und Eulen. Daher soll man, wie eigentlich überall selbstverständlich, seinen Müll mitnehmen, auf den Wegen bleiben und keine Pflanzen abreißen.

Blick in den Bregenzerwald.
Blick in den Bregenzerwald.
Beim Abstieg.
Beim Abstieg.
Auf dem letzten Stück nach unten geht es eine ganze Zeit lang am Bach entlang.
Auf dem letzten Stück nach unten geht es eine ganze Zeit lang am Bach entlang.