Inzidenzen wieder im Sinkflug

VN / 07.05.2021 • 09:00 Uhr
Inzidenzen wieder im Sinkflug
Verkehrstechnisch lief es im Rheindelta am Donnerstag etwas besser. VN/STEURER

Die Lage scheint sich langsam zu entspannen.

Bregenz In Vorarlberg geht es bergab, erfreulicherweise aber nur mit der 7-Tage-Inzidenz. Nachdem einige Cluster den Wert massiv nach oben und das Bundesland einige Tage lang an die unrühmliche Spitze katapultiert hatten, sieht die Sache nun wieder freundlicher aus. Aktuell weist Vorarlberg eine 7-Tage-Inzidenz von 198,7 aus. Das ist zwar bundesweit immer hoch die höchste, doch zumindest der Trend zeigt nach unten. Bei den Bezirken liegt weiterhin Bregenz vorne (235,6), gefolgt von Dornbirn (205,8), Feldkirch (203,5) und Bludenz (103).

Wirkung stellt sich ein

Die für den Bregenzerwald und die Gemeinden im Rheindelta erlassenen verschärften Maßnahmen wie die Ausreisetestpflicht scheinen langsam Wirkung zu zeigen. Landesrat Christian Gantner konnte am Donnerstag jedenfalls von weniger Coronafällen in beiden Regionen berichten. Im Bregenzerwald lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen aktuell bei 272, das sind um 20 weniger als am Mittwoch. Insgesamt 99 Coronainfektionen sind für das Rheindelta bestätigt. Am Mittwoch waren es noch 104. Stark betroffen ist die Gemeinde Höchst (58), in Gaißau und Fußach gibt es aktuell 26 bzw. 15 Fälle. Im Bregenzerwald weist die Gemeinde Egg mit 52 Infektionen den höchsten Wert aus. Auch getestet wird in den Regionen weiterhin fleißig. Im Bregenzerwald hatten sich gestern, Donnerstag, rund 2500 Personen für einen Test angemeldet. In den Rheindeltagemeinden waren es knapp 2000 Personen. Dort wurden bislang 4266 Testabnahmen durchgeführt, zwölf davon lieferten einen positiven Befund.

Vom Auto aufs Rad

Einigermaßen beruhigt hat sich die Verkehrssituation zwischen Höchst, Fußach und Gaißau. Polizeisprecher Rainer Fitz: „Es war deutlich weniger Verkehr wie am ersten Tag. Meinen Informationen zufolge reichte etwa der Stau auf der Bruggerstraße nur noch bis zur Firma Blum zurück. Es sind wohl mehr Leute aufs Rad umgestiegen, haben Homeoffice gemacht oder Urlaub. Ersteres dürfte auch mit dem Wetter zu tun gehabt haben. Es gilt nach wie vor unsere Empfehlung, die Unterlagen griffbereit zu halten und am besten aufs Armaturenbrett zu legen. Wir sind bemüht, die Stauzeiten in einem erträglichen Maß halten, indem wir einzelne Autos durchwinken, wenn es die Verkehrslage erfordert.“ Fitz attestiert der Bevölkerung zudem eine gute Disziplin: „Die meisten halten sich an die Vorgaben.“ Das gilt selbst beim Durchwinken. Da würden die Testbescheide dann eben ans oder aus dem Autofenster gehalten.