Impfstoff von AstraZeneca geht zur Neige

Die letzten 400 Dosen werden dieser Tage verimpft.
Bregenz Die Lieferausfälle bei AstraZeneca schlagen nun auch in Vorarlberg durch. Nur noch 400 Dosen dieses Impfstoffs gibt es derzeit, und die werden an diesem Wochenende durch ein mobiles Team an Personen außerhalb von Pflegeheimen verimpft. Weil diese Woche kein einziges Vakzin von AstraZeneca den Weg ins Land fand, kommen in den Impfstraßen in Nenzing, Dornbirn und Bezau nur die mRNA-Impfstoffe von BionTech/Pfizer und Moderna zum Einsatz. Zur Impfung eingeladen sind rund 9500 Personen, wobei es sich, wie berichtet, vorwiegend um Zweitimpfungen handelt.
Priorisierungscodes erhalten
Der Impfstoffmangel hat noch andere Folgen. So reißen etwa die Mutmaßungen über vermeintliche Impfvordrängler nicht ab. Tatsächlich können sich weiterhin Berufsgruppen bzw. Personen priorisieren lassen, wenn eine Systemrelevanz gegeben ist. Auch der ÖAMTC Vorarlberg hat bei der Landesregierung eine diesbezügliche Anfrage gestellt, wie Jürgen Wagner gegenüber den VN bestätigte. „Dabei ging es jedoch nur um die Mitarbeitenden in der Not- und Pannenhilfe“, betont er und fügt ergänzend an: „Wir wollten einfach nur eine Klarstellung.“ Diese hat der Autofahrerclub jetzt erhalten, die Nothilfe wurde als systemrelevant eingestuft. „Wir haben für die in diesem Bereich beschäftigten Personen auch bereits Priorisierungscodes erhalten, es gibt aber noch keine Impftermine“, stellt Jürgen Wagner klar. Die betreffenden Arbeitnehmer müssen ihre Codes selbst auf der Impfplattform des Landes eingeben, zu welchem Zeitpunkt sie das tun, sei ihre persönliche Entscheidung. Er verweist darauf, dass im Zusammenhang mit der Coronapandemie extreme Schutzmaßnahmen getroffen wurden, um die Not- und Pannenhilfe aufrechtzuerhalten. Unter anderem ist das Team in zwei Gruppen aufgeteilt worden, damit Infektionsfälle nicht alles lahmlegen.
Unterstützende Planung
Aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher wird ebenfalls bestätigt, dass bestimmte Gruppen bereits Kategorisierungscodes für die Phase 3 bekommen haben. Diese umfasst laut Impfplan die gesamte Bevölkerung „in der Reihenfolge gemäß Empfehlung zur Priorisierung des Nationalen Impfgremiums“, wie es einschränkend etwas sperrig heißt. Mit dem Code kann die vorgemerkte Person die Kategorisierung auf der Vormerkplattform durchführen. Dies habe mit einer Vorreihung oder überhaupt mit einer Reihung bzw. einer möglichen zeitnahen Impfung nichts zu tun, so die Versicherung und weiter: „Den Personen wird bei der Übermittlung des Codes kommuniziert, dass die Impfeinladung erst dann erfolgt, wenn diese Gruppe an der Reihe ist, und dass dies auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen kann.“ Die Übermittlung von Kategorisierungscodes verfolge außerdem das Ziel, dass sich möglichst viele Personen auf der Onlineplattform für eine Impfung vormerken lassen. Somit werde auch die entsprechende Planung unterstützt.