Spitäler vor dem Einschleusen von nicht Impfberechtigten gewarnt

VN / 23.01.2021 • 05:55 Uhr
Spitäler vor dem Einschleusen von nicht Impfberechtigten gewarnt
Im LKH Feldkirch wurde Anfang Jänner fleißig geimpft.  KHBG, MATHIS

In den Krankenhäusern wurden auch Verwaltungsmitarbeiter schon geimpft.

Feldkirch Das Impfen sorgt derzeit für Diskussionen und scharfe politische Worte. So hat das Land nach Bekanntwerden unliebsamer Vorkommnisse nicht nur die Pflegeheime gerüffelt, sondern auch die Krankenhäuser nochmals explizit darauf hingewiesen, dass ein Einschleusen von noch nicht impfberechtigten Personen dienstrechtliche Konsequenzen zur Folge haben kann. Auf die Frage, ob es Anlass zu dieser Anordnung gegeben habe, wurde von Seiten der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) erklärt, es seien durch Sicherheitsvorkehrungen und ein Registrierungstool alle Maßnahmen getroffen worden, um eine externe Einschleusung zu unterbinden, „dennoch haben wir intern in Anbetracht der aktuellen Debatte das Problembewusstsein noch einmal gestärkt.“

Einladungen für alle

Gleichzeitig bestätigte die Kommunikationsabteilung, dass neben Gesundheitspersonal auch alle Mitarbeitenden der KHBG sowie der Verwaltung bereits eine Erstimmunisierung bekamen. „Wir haben alle Beschäftigten der Vorarlberger Krankenhäuser aufgerufen, sich aktiv via Mail für die Impfung anzumelden“, heißt es in der Stellungnahme, und weiter: „Da alle rund 5000 Mitarbeitenden der Landesspitäler sowie des Krankenhauses Dornbirn quer durch die Berufsgruppen in ständigem, engem Kontakt und Austausch untereinander sind, wurden selbstverständlich alle gleichermaßen zur Impfung eingeladen. Sie tragen dazu bei, die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten.“ In der Pandemie seien die Spitäler besonders schützenwerte Einrichtungen. Insgesamt arbeiten rund 5900 Menschen in den heimischen Spitälern, an die 5000 davon in den Landeskrankenhäusern und etwa 900 im Stadtspital Dornbirn. Personen zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsinfrastruktur werden in den Impflisten des Landes übrigens unter „Sonstige“geführt.

Inzwischen haben 5449 Personen aus Gesundheitsberufen und eben Sonstige, dazu zählen auch Risikopatienten und Menschen mit Behinderung, sowie 3111 Spitalsbedienstete eine Impfung gegen Covid-19 erhalten. Gesamt sind bislang 12.248 Impfdosen verabreicht worden, um 100 mehr als am Tag davor. In den Pflegeheimen gibt es 3688 geimpfte Personen (+ 61) davon sind 2003 Bewohner (+ 36) und 1685 Pflegekräfte (+ 25). Die Impfquote bei den Pflegenden gibt das Land mit über 50 Prozent an, jene bei den Bewohnern mit rund 80 Prozent.