Keine Covid19-Patienten mehr in den Spitälern

Labore arbeiten unterdessen intensiv an Antikörpertest.
bregenz An der Coronafront tut sich weiterhin nur Erfreuliches. Inzwischen konnten nämlich auch alle in Krankenhäusern behandelten Covid19-Patienten entlassen werden. Selbst die Intensivstationen sind leer. Die Statistik des Landes weist außerdem nur noch zehn positive Personen aus. Die Zahl der Neuinfektionen bleibt ebenso stabil wie jene der am oder mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen. Seit Beginn der Coronapandemie wurden über 16.700 Tests durchgeführt.
Schneller aus der Krise
Derzeit wird in den Laboren des Vivit-Instituts und des Medizinischen Zentrallabors intensiv an der Erforschung eines Antikörpertests mitgearbeitet. Dafür gab es von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft einen Zuschuss von über 100.000 Euro. „Mit einem verlässlichen Antikörpertest in und aus Vorarlberg wollen wir unseren Beitrag leisten, den Menschen schneller aus der Krise zu helfen, welche uns noch lange begleiten wird“, sagt Projektleiter Andreas Leiherer, Epidemiologe und Virologe am Vivit. Die Forschenden in den beiden Instituten sind dabei, einen Test zu entwickeln, der Antikörper nachweist, die Infizierte aufgrund des Kontakts mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 als Reaktion des Immunsystems gebildet haben. Dieser Test soll ausgereifter und zuverlässiger sein als die gegenwärtig auf dem Markt erhältlichen Antikörpertests, die als zu wenig spezifisch und empfindlich gelten.
Anwendung soll der Antikörpernachweis zuerst an rund 5000 Menschen finden, die in medizinischen und pflegerischen Berufen tätig sind. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich die Antikörperbildung in dieser Berufsgruppe, die einem besonders hohen Risiko ausgesetzt ist, im Vergleich zur Normalbevölkerung verhält und ob eine Immunität gegen das Virus vorliegt. Diese epidemiologischen Erkenntnisse sind vor allem und ganz besonders für die Einschätzung des Pandemieverlaufs von Bedeutung.
Teil der Teststrategie
Gesundheitsminister Rudolf Anschober wird am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz ebenfalls zu den Antikörpertests und ihren Anwendungsgebieten Stellung beziehen. Ihr Einsatz ist als weiterer Teil der Teststrategie vorgesehen.