So näht man seine Maske selbst

In Vorarlberg rattern die Nähmaschinen bereits auf Hochtouren.
Lauterach Willkommen im Maskenland! Ab sofort soll jeder, der in einen Supermarkt, eine Drogerie oder einen Drogeriemarkt geht, einen Mund- und Nasenschutz tragen. Richtig verpflichtend wird die Verordnung ab kommendem Montag (6. April) in allen Geschäften mit über 400 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die ersten Handelsketten haben bereits am Mittwoch vorgelegt und Masken an die Kunden verteilt. Wer es individueller möchte, greift zur Nähmaschine.

Bei Best.off in Lauterach und Feldkirch laufen die Leitungen bereits heiß. „Viele wollen die Masken selber machen. Wir kommen kaum nach mit der Bearbeitung“, berichtet Geschäftsführerin Edith Dörler (39). Die Bestellungen werden per Telefon und E-Mail angenommen. Am Montag, Mittwoch und Freitag kann die Ware vor der Tür abgeholt werden. Neu im Angebot ist seit dieser Woche ein Stoffpaket inklusive Gummibänder für sechs Mund- und Nasenschutzmasken zum selber Nähen. In Kooperation mit der Nadelmanufaktur Alpenglück in Dornbirn wurde außerdem ein einfaches Schnittmuster für Erwachsene und Kinder entwickelt (siehe Download). Einzige Voraussetzung? Eine Nähmaschine. Zur Auswahl stehen verschiedene unifarbene oder gemusterte Baumwollstoffe. „Wir haben an sich ein Riesensortiment, aber wir sind dran, fertige Stoffkonfigurationen anzubieten, weil das alles gerade unsere Möglichkeiten übersteigt“, ergänzt Dörler. In den kommenden Tagen ist außerdem eine Videoanleitung geplant.
Viele neue Kunden
Die Stammkunden von Best.off sind Näherinnen. In der Coronakrise haben aber auch viele andere ihre Nähleidenschaft wiederentdeckt. „Wir merken, dass wir viele neue Kunden haben. Der Vorteil vom Selbermachen ist, dass die Masken individuell sind, bunt sind, man sie bei 60 Grad waschen und mehrfach verwenden kann“, unterstreicht die Best.off-Chefin.
